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Bjarne Mädel

Bjarne Mädel

Bjarne Mädels Rolle als “Tatortreiniger” machte ihn zum Kultstar. In “1000 Arten, Regen zu beschreiben” zeigt sich der Darsteller von einer ganz anderen Seit.

Bjarne Ingmar Mädel ist viel rumgekommen, bevor er sich für die Schauspielerei entschied. Der gebürtige Hamburger und bekennende HSV-Anhänger war bereits mit 14 eineinhalb Jahre in Afrika, danach 2 Jahre in den USA, wo er u a. als Bauarbeiter arbeitete. Mit 17 schuftete er im Hamburger Hafen. Das Abitur machte er in der Nähe von Frankfurt. Danach studierte er drei Jahre in Erlangen. Dort kam er auch auf den Geschmack des Theaterspielens. Erst Kin-dertheater, dann Studententheater, dann freies Theater. Schließlich folgte die Bewerbung an einer Schauspielschule.

Mädel war fünf Jahre lang Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seinen TV-Einstand gab er 2002 als Kai Hase in der Krimiserie “Der Ermittler”. Deutschlandweit bekannt wurde der 1968 geborene Darsteller als Mobbing-Opfer Berthold “Ernie” Heisterkamp in der Serie “Stromberg”.

Der Tatortphilosoph

Auch danach wurde Mädel oft als Durchschnittstyp besetzt. So schrieb ihm “Stromberg”-Mastermind Ralf Husmann 2009 die Rolle des Rüdiger Bunz in der Sitcom “Der kleine Mann“ auf den Leib. Dass Mädel auch ohne Husmann kann, bewies er bereits 2006 mit der Komödie “Die Könige der Nutzholzgewinnung” und 2008 in der ZDF-Krimiserie “Mord mit Aussicht”. Und natürlich als “Tatortreiniger” Heiko “Schotty” Schotte, der die Spuren und Rückstände menschlicher Leichen beseitigt und dabei mit Hinterbliebenen über das Leben philosophiert.

2018 liefen die letzten Folgen der Kultserie. Seitdem überzeugte Mädel vor allem im wunderbaren Roadmovie “25 km/h” an der Seite von Lars Eidinger. Aber auch im Familiendrama “1000 Arten Regen zu beschreiben” , in dem er einen Vater spielt, dessen 18-jähriger Sohn beschließt, sein Zimmer nicht mehr zu verlassen.

| rtv Redaktion | 3. Dezember 2019