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David Garrett

David Garrett

Der Stargeiger David Garrett begeistert mit seinem Crossover-Programm aus Rock- und Popsongs gemischt mit klassischer Musik seit Jahren ein weltweites Publikum.

Mit drei Jahren bekam er sein erstes Instrument geschenkt, mit zehn trat er mit den Hamburger Philharmonikern auf. Heute, mit 40, wird er wie ein Rockstar bejubelt: Stargeiger David Garrett mixt Metallica wild mit Mozart und bringt damit die weiblichen Fans zum Kreischen. 

Als schnellster Geiger der Welt stand der Musiker im Guinnessbuch der Rekorde. Da lag die Rolle des “Teufelsgeigers” Niccolo Paganini, den David Garrett in seinem bisher einzigen Leinwandausflug verkörperte, irgendwie auf der Hand. 

Doch beinahe hätte eine Sinnkrise die Karriere des Violinisten, der als David Christian Bongartz in Aachen geboren wurde und schon als Kind den Mädchennamen seiner Mutter als Künstlernamen übernahm, zunichtegemacht, bevor sie richtig begann: Als Teenager rebellierte das einstige Wunderkind, das vom legendären Yehudi Menuhin als “größter Violinist seiner Generation” bezeichnet worden war, gegen sein fremdbestimmtes Leben. 

Rebellischer Superstar

David ging nach New York und besuchte die renommierte Juilliard School, wo er unter Itzhak Perlman studierte. Hier entdeckte er seine Liebe zu jenem wilden Mix aus Rock und Klassik, der ihn zum Weltstar machen sollte. In der konservativen Klassikszene stieß das auf wenig Gegenliebe. Dass ihn Kritiker immer noch als “David Hasselhoff der Klassik” bezeichnen, ist dem Künstler, der auch T-Shirts und ein Parfüm kreiert hat, folglich ziemlich egal: “Diese Vielfalt bereichert mich.” 

Und der Erfolg gibt David Garrett, der täglich mehrere Stunden übt, Recht: Viele seiner Alben erreichten Platinstatus, acht Echos stehen inzwischen in seinem Regal, neben dem Bambi, der Goldenen Kamera und dem Verdienstorden des Landes NRW. Anfang 2022 wird David Garrett erneut auf eine Tournee gehen.

| rtv Redaktion | 30. Dezember 2020