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Fares Fares

Fares Fares

Der 1,86 Meter große Fares Fares, schwedischer Schauspieler mit libanesischen ­Wurzeln, überzeugt mit der Darstellung markanter Charaktere.

Am 29. April 1973 in der libanesischen Hauptstadt Beirut geboren, flüchtete Fares Fares 1987 mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg nach Örebro in Schweden. An seiner Schule dort war Fares einer der wenigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund – und fest entschlossen, sich zu integrieren: Innerhalb von nur drei Monaten konnte er schwedisch sprechen. Mit 15 wurde er dann eher zufällig Mitglied einer Theatergruppe, und mit 19 wusste er, dass er zum Schauspiel berufen war. Was auch nicht verwundert: Sein Vater Jan Fares ist ebenfalls Schauspieler, sein Bruder Josef führt Regie. Mit dem Familienprojekt „Jalla! Jalla! Wer zu spät kommt …“ wurde das Brüderpaar im Jahr 2000 international bekannt. Ihre gemeinsame Komödie „Kops“ (2003) wurde vielfach preisgekrönt. So wurde sie unter anderem beim Filmfestival Montreal als Bester europäischer Film ausgezeichnet und erhielt beim Filmfest Hamburg den Publikumspreis.

Mit Bruder zum Erfolg

Mit den Jahren wurde Fares kantiger, seine Rollen dunkler. Daniél Espinosa verhalf ihm dann 2010 zum Durchbruch in Hollywood, als er ihn nach dem Actionthriller „Easy Money“ auch in „Safe House“ besetzte. Es folgten Rollen in „Zero Dark Thirty“ und im „Star Wars“-Ableger „Rogue One: A Star Wars Story“. Bekannt ist Fares vor allem aber aus den Verfilmungen der Romane des dänischen Autors Jussi Adler-Olsen: In „Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“ und „Verachtung“ ist er als Ermittler Assad zu sehen. Ebenfalls einen Polizisten verkörpert Fares in dem Krimi­drama „Die Nile Hilton Affäre“. In dem Film von Regisseur Tarik Saleh, der an die wahre Ermordung der libanesischen Sängerin Suzanne Tamim angelehnt ist, spielt er den verwitweten Major Noredin Mostafa.

| rtv Redaktion | 12. Februar 2020