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Johanna Gastdorf

Johanna Gastdorf

Johanna Gastdorf feierte ihren Durchbruch vor der Kamera relativ spät, aber dafür gewaltig: Über 120 Rollen hat die Schauspielerin inzwischen besetzt.

Johanna Gastdorf gehört zu den vielbeschäftigten Darstellerinnen im deutschen Fernsehen. Dabei hat sie sich erst spät für den Sprung vor die Kamera entschieden: Bis zur Jahrtausendwende war sie vor allem auf den Theaterbühnen zu Hause, abgesehen von kleineren Rollen im Fernsehen und Kino.

Gelernt hat die gebürtige Hamburgerin ihr Handwerk an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. 2003 kam mit Sönke Wortmanns Filmerfolg “Das Wunder von Bern” der Durchbruch als Leinwandschauspielerin. Für ihre Leistung erhielt sie den Bayerischen Filmpreis als Beste Nebendarstellerin. Es folgten Auftritte u.a. in den Kinofilmen “Sophie Scholl – Die letzten Tage” und “Die Welle”, in der Serie “KDD – Kriminaldauerdienst” und im Dreiteiler “Die Wölfe”.

Der Blick für's Wesentliche

Inzwischen hat Johanna Gastdorf mehr als 120 Rollen für Film und Fernsehen gespielt und kann sich die Angebote aussuchen. Dabei legt sie Wert darauf, dass die Figuren etwas Widersprüchliches haben. So war sie zuletzt u.a. als Margot Honecker in “Willkommen bei den Honeckers” (2017) zu sehen, gab die Großmutter in Florian Henckel von Donnersmarcks Künstlerbiografie “Werk ohne Autor” und spielt seit März 2019 in der Comedyserie “Andere Eltern” mit.

Regelmäßig wird sie für den “Tatort” und “Polizeiruf” engagiert. In der Tragikomödie “Halbe Hundert” spielt Johanna Gastdorf eine Frau, die nach einer Krebsdiagnose den Mut findet, aus alten Zwängen auszubrechen. Auch privat setzt sich die Schauspielerin, die dieses Jahr ihren 60. Geburtstag gefeiert hat, mit dem Thema Krankheit und Tod auseinander: Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler Jan-Gregor Kremp, engagiert sie sich für Hospize. Die Arbeit dort schärfe “den Blick fürs Wesentliche”.

| rtv Redaktion | 9. Oktober 2019