Startseite » Starporträts » Julia Jentsch
Startseite » Starporträts » Julia Jentsch

Julia Jentsch

Julia Jentsch

Nach dem Theater- und dem Kinopublikum hat Schauspielerin Julia Jentsch inzwischen längst die Fernsehzuschauer erobert – darunter vor allem auch die Krimifans.

Filmfans geraten schon seit vielen Jahren ins Schwärmen bei ihrem Namen. Inzwischen ist Julia Jentsch einer ganzen Fernsehnation von Krimifans ein Begriff: In “Das Verschwinden” verkörperte die 41-jährige eine verzweifelte Mutter auf der Suche nach ihrer Tochter. Und das mit einer solchen Eindringlichkeit, dass ihr Spiel als “Ereignis” gefeiert und auch mehrfach ausgezeichnet wurde.

Demnächst kommt Jentsch in einem weiteren Krimi groß raus: In der “Ostfriesland-Krimi”-Reihe nach den Romanen von Klaus-Peter Wolf tritt Jentsch die Nachfolge von Christiane Paul an.

Stille Ernsthaftigkeit

 Ihr Handwerk lernte die gebürtige Berlinerin, die so wie viele ihrer Figuren eine stille Ernsthaftigkeit ausstrahlt, an der Ernst-Busch-Schule. Nachdem sie 2004 im Kino-Film “Die fetten Jahre sind vorbei” auf sich aufmerksam gemacht hatte, folgte schnell der Durchbruch: 2005 bekam Jentsch für die Darstellung der Sophie Scholl im viel gerühmtem Drama “Sophie Scholl – Die letzten Tage” den Silbernen Bären sowie den Deutschen und den Europäischen Filmpreis.

Doch statt für die ganz große Karriere entschied sie sich erst einmal für die Liebe: Sie heiratete, zog in die Schweiz, bekam eine Tochter und drehte weniger – u. a. “Tannöd”, “Effi Briest”. 2016 gelangt die als medienscheu geltende Schauspielerin zum zweiten Mal an der Spitze: mit “In 24 Wochen” als “Das deutsche Gesicht der Berlinale”. Anfang 2017 wurde sie in die Jury des Filmfestivals berufen.

Die Sorge vieler Kolleginnen, dass die Zeit der guten Rollen irgendwann vorbei sein könnte, teilt die 41-Jährige nicht. “Ich sehe auch viele Filme, in denen Frauen in reiferen Rollen dabei sind”, so Julia Jentsch. “Ich glaube, dass sich da was verändert hat.”

| rtv Redaktion | 15. Oktober 2019