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Lars Eidinger

Lars Eidinger

Der Berliner Schauspieler Lars Eidinger strotzt beruflich vor Selbstbewusstsein und liebt es, extreme Rollen einzunehmen – seit 2017 spielt er in “Babylon Berlin”.

 ”Ich bin der beste Schauspieler der Welt!” Lars Eidinger ist nun mal selbstbewusst, was seine Arbeit betrifft. Und wer eine der Theatervorstellungen mit ihm besucht, der sollte das tunlichst ausgeschlafen tun. Denn sonst kann es passieren, dass er von Eidinger vor versammeltem Publikum zur Rede gestellt wird. “Ich kann mich nicht konzentrieren! Dieser Zuschauer schläft die ganze Zeit!” 

Seine Ausbildung absolvierte der gebürtige Berliner an der Ernst Busch Schauspielschule. Später kam er an die Schaubühne, wo er in Inszenierungen von Thomas Ostermeier zum gefeierten Theaterstar wurde. Für Furore sorgten auch seine Auftritte als “Hamlet” – wobei er schon mal nackt durchs Publikum turnte. 

Der Radikale

Auf dem Bildschirm war der heute 40-Jährige erstmals 2002 in “Schloss Einstein” zu sehen. Es folgten kleinere Auftritte in Serien, bevor ihm 2009 mit dem preisgekrönten Drama “Alle anderen” der Durchbruch im Filmgeschäft gelang. Seine Vorliebe für extreme Rollen durfte er als psychopathischer Frauenmörder Kai Korthals in zwei Borowski-“Tatort”-Folgen ausleben. Aber auch in “Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden”: Eidinger spielt den Dichter Georg Trakl, einen genialen, aber gequälten Geist, so intensiv, dass er mit dem Preis der deutschen Filmkritik geehrt wurde. 

2014 bekam er den Grimme-Preis für den TV-Film “Grenzgang” und 2019 zusammen mit Bjarne Mädel sowohl den Ernst-Lubitsch-Preis als auch den Bayerischen Filmpreis für das Roadmovie “25 km/h”. 2017 übernahm Eidinger die Figur des Alfred Nyssen in der Kriminal-Fernsehserie “Babylon Berlin”. Die zwölfteilige dritte Staffel startet im Herbst 2020 im Free-TV und Eidinger ist wieder mit dabei. In diesem Jahr war er außerdem in den Dramen “Persischstunden” und “Schwesterlein” zu sehen.

| rtv Redaktion | 16. Oktober 2020