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Marcus Mittermeier

Marcus Mittermeier

Der niederbayerische Schauspieler und Regisseur Marcus Mittermeier hat mit seinen beiden Regiearbeiten mehr Aufsehen erregt als mit seiner Arbeit vor der Kamera.

Für seine Rolle als Hauptkommissar in der TV-Krimireihe „München Mord“, in der er seit 2013 bei allen zehn Folgen dabei war, muss der leidenschaftliche Schokoladenesser nach eigener Aussage regelmäßig abspecken. Der 1969 in Landshut geborene Marcus Mittermeier brachte eine solide Schauspielausbildung hinter sich und machte, wie so viele seiner Zunft, seine ersten Karriereschritte am Theater: zuerst am Münchner Volkstheater, dann in Ingolstadt, wo er auch als Regieassistent tätig war. 1998 inszenierte Mittermeier Büchners „Leonce und Lena“ und studierte parallel Theaterwissenschaften sowie Philosophie. 1999 hatte er zwei erste kleine Fernsehrollen in einer Folge der Serie „Schlosshotel Orth“ und im ORF-„Tatort“.. Weitere Gastrollen folgten. Ab 2000 hatte Marcus Mittermeier eine Hauptrolle in der TV-Serie „Samt und Seide“. Der halbdokumentarische Film „Muxmäuschenstill“ bedeutete 2004 sein Kino-Regiedebüt.

Guerilla-Marketing-Kampagnen

Mittermeier wurde dafür mit dem Max-Ophüls-Preis und dem Deutschen Filmpreis (Bester Schnitt) geehrt. Dem Film über die Grenzen der Selbstjustiz ging eine Guerilla-Vermarktungs-Kampagne voraus. Die Satire „Cut to Hollywood“, die 2009 bei den 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt wurde, war seine zweite Regiearbeit. Er inszenierte den Film zusammen mit Jan Henrik Stahlberg. Die beiden lancierten dafür die „Bluewater“-Affäre, eine weitere Guerilla-Marketing-Kampagne, die eine Diskussion über das Selbsverständnis des Journalismus und der Werbung nach sich zog. Eine Nebenrolle in Johannes Fabricks „Der kalte Himmel“ brachte Mittermeier 2012 eine Nominierung für den Deutschen Schauspielerpreis ein. Zuletzt hatte er 2020 in der Tragikomödie „Lang lebe die Königin“ eine tragende Rolle.

| rtv Redaktion | 9. Juli 2020