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Marie-Lou Sellem

Marie-Lou Sellem

Die Schauspielerin Marie-Lou Sellem hat französische Wurzeln, lebt in Berlin und ist auf der Bühne, vor der Kamera und im Tonstudio zu Hause.

Immer wenn ihr Name fällt, werden Stimmen laut, dass sie öfters fürs Kino arbeiten sollte. Doch die eigentliche Leidenschaft der Schauspielerin Marie-Lou Sellem ist das Theater: “Wenn ich fürs Kino arbeite, muss es ein Projekt sein, hinter dem ich voll und ganz stehe”, sagte sie einmal dem “Filmreporter”. “Tatsächlich gibt es nicht so viele gute Kinoprojekte. In der Regel ist es ja so, dass man bei einem schlechten Drehbuch nicht mehr viel rupfen kann. Im Theater ist das etwas anderes, da geht das.”

Marie-Lou Sellem kam 1966 in Göttingen zur Welt. Da ihr Vater Franzose ist, lebte sie als Kind mehrere Jahre in Frankreich, spricht neben deutsch auch französisch und italienisch. Ihr Handwerk lernte die Wahlberlinerin in Essen an der Folkwang Hochschule. In Essen bekam sie auch ihr erstes Theaterengagement. Ihr Kinodebüt gab 1989 in Christoph Schlingensiefs “100 Jahre Hitler”, richtig bekannt wurde sie 1997 in Tom Tykwers Thriller “Winterschläfer”.

Schwäche für Krimis

Auch im Fernsehen ist die 1,71 Meter große Brünette regelmäßig zu sehen. Sehr oft in Krimis, etwa im “Tatort”, “Spuren des Bösen” und “Kommissar Dupin”. In den Verfilmungen der Craig-Russel-Bestseller um den Hamburger Kriminalkommissar Jan Fabel (Peter Lohmeyer) spielt sie die Polizeipsychologin Dr. Susanne Eckhardt.

Auch ist sie im zweiten Fall “Blutadler” zu sehen, in dem ein Mörder seine Opfer nach einem Wikingerritual meuchelt. Dem Krimi-Genre ist Marie-Lou Sellem auch noch auf andere Weise treu: Im “Radio-Tatort” sprach sie die Hauptkommissarin Kathrin Krämer. Überhaupt arbeitet sie genauso gerne für Zuhörer wie für Zuschauer: “Man ist seine eigene Gestalt, niemand kann einem ein Bild drüber legen oder ein schlechtes Kostüm verpassen.”

| Katharina Montada | 5. November 2019