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Martin Wuttke

Martin Wuttke

Der Charaktermime Martin Wuttke zählt zu den besten Schauspielern des Landes und leistet sich den Luxus, eine eigene Meinung zum Medienbetrieb zu haben.

Er verkörperte Hitler in Quentin Tarantinos Kultfilm “Inglourious Basterds” und ermittelte sieben Jahre lang im Leipziger “Tatort” an der Seite von Simone Thomalla. Vor allem gilt Schauspieler, Regisseur und Intendant Martin Wuttke als einer der renommiertesten Bühnenstars des Landes – und als Querdenker.

So produzierte er 2008 als frisch gebackener ARD-Ermittler die Schlagzeile “Tatort-Kommissar beklagt Verlogenheit im TV”. Ein andermal beklagte er die Arbeitsabläufe: “Wenn wir beim Theater so langsam arbeiteten wie beim Fernsehen, dann gäbe es keine Theateraufführungen”. Seiner Karriere geschadet haben solche Aussagen nicht. Denn angesichts seines fulminanten Schauspieltalents – von dem zahlreiche Auszeichnungen wie der Nestroy Preis (2015) zeugen – reißen sich die Regisseure um ihn.

Genialer Querdenker

So ist Martin Wuttke im historischen Eventfilm “Ottilie von Faber-Castell – Eine mutige Frau” als Bleistiftfabrikant Lothar von Faber zu sehen. Gelernt hat der in Gelsenkirchen geborene Mime sein Handwerk unter anderem an der Westfälischen Schauspielschule. Schnell erspielte er sich Kritikerlorbeeren an verschiedenen Bühnen.

Ab 1999 arbeitete Martin Wuttke an der Berliner Volksbühne mit Regisseuren wie Frank Castorf sowie Christoph Schlingensief zusammen. Unter Schlingensiefs Regie spielte er auch in dessen provokantem Film “Die 120 Tage von Bottrop” (1997) eine seiner ersten Kinorollen. 2019 stand Martin Wuttke wieder häufiger vor der Kamera, u.a. als Serienmörder für den ARD-Krimi “Die Toten am Meer”. Privat war der dreifache Vater über ein Vierteljahrhundert mit Schauspielkollegin Margarita Broich zusammen. 2018 gab das Paar seine Trennung bekannt.

| rtv Redaktion | 13. September 2019