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Natalia Wörner

Natalia Wörner

Natalia Wörner weiß, was sie will: Seit den 90er-Jahren prägt sie die deutsche Fernsehszene – daneben engagiert sie sich ehrenamtlich.

Toast Hawaii, Clementine aus der Waschmittelwerbung, Fahrradfahren ohne Helm – wer das aus seiner Kindheit kennt, der kennt wohl auch die Serie “Um die 30”. Der ZDF-Hit um drei befreundete Babyboomer-Paare traf damals den Nerv einer ganzen Generation. Natalia Wörner war eine der sechs Hauptdarsteller, damals durch ein Casting entdeckt, die mit der Serie zu Stars wurden.

Längst zählt sie zu den meistbeschäftigten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. Trotz vollem Terminkalender sagte sie spontan zu, bei der Fortsetzung “Um die 50” wieder in die Rolle der toughen Tina zu schlüpfen. Eine Figur, mit der Natalia Wörner einiges gemeinsam hat. Etwa die Zielstrebigkeit, mit der beide ihre Träume verwirklichen. Und genau wie ihr Serien-Alter-Ego startete die 1967 geborene Stuttgarterin ihre Karriere als Model. Nach Jobs in Paris und Mailand zog es Wörner Ende der 80er-Jahre nach New York, wo sie Schauspiel am legendären Strasberg-Institute studierte.

Authentisch und mit klarer Haltung

Das erste Mal im deutschen Fernsehen zu sehen war sie 1992 in “Thea und Nat”, ihr Kino-Debüt gab sie 1994 in “Frauen sind was Wunderbares”. Eine Romy gab’s 2011 für ihren Part als Ellen in der Ken-Follett-Verfilmung “Die Säulen der Erde”. Fernsehrollen sind bei ihr oft etwas Dauerhaftes: Für die ARD-Filmreihe “Die Diplomatin” steht sie seit 2016 vor der Kamera. Und die ZDF-Krimireihe “Unter anderen Umständen” verdankt ihr sogar ihren Titel, denn als Wörner 2006 erstmals in die Rolle der Kommissarin Jana Winter schlüpfte, war sie beim Dreh im fünften Monat schwanger. Ihr Sohn aus der Ehe mit Schauspielkollege Robert Seeliger hat seither regelmäßige Auftritte in dem Format.

Seit 2016 ist die Schauspielerin offiziell mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas liiert. Zuvor gab es nach einem Interview der beiden wilde Spekulationen über eine Affäre – Maas war zu der Zeit noch verheiratet. Über ihr Privatleben hält sich Wörner seitdem eher bedeckt. Bekannt ist die Mimin aber für ihre klare Haltung: So bestand sie etwa darauf, dass Fotos von ihr nicht zu stark bearbeitet werden, um authentisch zu bleiben. Wichtig ist ihr auch, sich für andere zu engagieren: Als Botschafterin der Kindernothilfe erhielt die heute 53-Jährige 2016 das Bundesverdienstkreuz.

Derzeit setzt sie sich mit dem Projekt #sicherheim gegen häusliche Gewalt ein. Denn seit der Pandemie sind die Notrufe diesbezüglich in zahlreichen Ländern gestiegen. An ihrer Seite kämpft Designer Guido Maria Kretschmer. Die beiden sind seit Jahren befreundet. “Guido ist der Bruder, den ich nie hatte”, so Wörner. “Ich komme zu ihm und bin sofort zu Hause.”

| Stefanie Moissl | 19. August 2021