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Richy Müller

Richy Müller

Ob als Rocker oder Charmeur: “Tatort”-Kommissar Richy Müller hat einen Riecher für starke Rollen.

Eigentlich heißt er Hans-Jürgen Müller. Doch weil der 1955 in Mannheim geborene Schauspieler nach seinem Durchbruch Ende der 70er in dem Fernsehdreiteiler “Die große Flatter” in der Öffentlichkeit stets mit seinem Rollennamen Richy assoziiert wurde, machte er diesen kurzerhand zu seinem Künstlernamen.

In den 80ern folgten ein erster Auftritt im “Tatort2 – in der Folge “Schattenboxen” – sowie Produktioen wie Reinhard Hauffs “Der Mann auf der Mauer”, Roland Emmerichs “Das Arche Noah Prinzip” und Egon Günthers “Rosamunde” (1990). Häufig spielte Müller in diesen Jahren raubeinige Macho-Typen, oft auch in Gastrollen für Krimiserien, etwa “Der Alte”, “Der Fahnder” und “Derrick”.

Ein Mann dreht auf

Seit Mitte der 90er-Jahre hat sich der Mannheimer als Charakterdarsteller im deutschen Film und Fernsehen etabliert. Er war in Komödien wie “Irren ist männlich” und “Das Superweib” (1996) zu sehen. Dass der gelernte Werkzeugmacher auch im ernsten Fach den Nagel auf den Kopf trifft, bewies er etwa in Christian Petzolds “Die innere Sicherheit” (2000) und als resignierter Arbeitsloser im Drama “Schöne heile Welt”.

Einen Ausflug nach Hollywood unternahm Richy Müller 2002 mit einer kleinen Rolle in “xXx – Triple X”. Bekannt ist er hierzulande seit 2008 aber vor allem an der Seite von Felix Klare als Kommissar Thorsten Lannert im Stuttgarter “Tatort”. 2017 unternahm er mit “Anne und der König von Dresden” einen selten gewordenen Abstecher ins Genre der Liebeskomödie. Als langmähniges Mitglied einer Altrocker-Truppe haut er in der Pott-Komödie “So viel Zeit” am Keyboard 2018 in die Tasten.

| rtv Redaktion | 18. Juli 2019