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Samuel Finzi

Samuel Finzi

Nicht nur auf den Brettern, die die Welt bedeuten, hat sich Samuel Finzi einen
Namen gemacht – auch im TV und im Kino hinterlässt er bleibende Eindrücke.

Wo „Samuel Finzi“ draufsteht, ist Überraschendes drin. Das ist auch beim „Tel-Aviv-Krimi“ so, in dem der Schauspieler als israelischer Kommissar Jakoov Blok ermittelt. Eine vielschichtige Rolle, wie gemacht für den Mimen, der 2015 von „Theater heute“ zum Schauspieler des Jahres gekürt wurde. Das Schauspieltalent hat er vom Vater Itzhak geerbt. Der galt als der Heinz Rühmann Bulgariens. Klar, dass es auch seinen 1966 in Plovdiv geborenen Sohn zu den darstellenden Künsten zog. Nach der Wende 1989 kam Samuel Finzi nach Berlin. Er spielte unter berühmten Regisseuren wie Frank Castorf oder Jürgen Flimm an der Volksbühne Berlin, wo er von 2002 bis 2008 ein festes Engagement hatte. Seit 1999 unternahm Finzi erste Ausflüge ins Fernsehen. In der ZDF-Reihe „Bella Block“ war er als Pathologe zu sehen, seit 2005 gibt er regelmäßig den Rechtsmediziner Dr. Stormann im Kieler „Tatort“.

Auch im "Tatort" präsent

Der Durchbruch im TV kam jedoch mit der Krimireihe „Flemming“ (2009-2012). Die Titelrolle war ursprünglich Ulrich Mühe auf den Leib geschrieben. Nach dessen Tod fragte man bei Finzi an, ob er nicht den Kriminal-Psychologen spielen möchte. Auch auf der großen Leinwand ist Finzi zu sehen. Kinogänger kennen ihn aus Til-Schweiger-Filmen wie „Kokowääh“, „Honig im Kopf“ und „Die Hochzeit“ oder Karoline Herfurths romantischer Komödie „SMS für Dich“. In der hintersinnigen Romanverfilmung „Herrliche Zeiten“ gab Finzi 2018 den devoten Bartos, der sich mit seiner Frau als Diener eines wohlhabenden Paares verdingt. Finzis große Leidenschaft gilt der Bühne. Zeitweise arbeitete er für TV und Theater parallel. Ein Pensum, das andere womöglich überfordern würde. Doch Samuel Finzi spielt „aus einer inneren Notwendigkeit“, sagt er.

| rtv Redaktion | 20. Februar 2020