In Ermittler-Rollen scheint sich Sebastian Bezzel einfach wohl zu fühlen. In gleich zwei erfolgreichen Krimireihen schlüpft er in die Polizeiuniform – und spielt dabei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Bodensee-“Tatort” war er bis 2016 als Kommissar Kai Perlmann zu sehen. Leicht schnöselig, immer gut gekleidet.

In den “Eberhofer”-Krimis, die auf den Bestsellern von Rita Falk basieren, gibt Bezzel dagegen den liebenswert-schluffigen Dorfschupo. Eberhofers erster Fall: In “Dampfnudelblues” macht ihm ein zunächst verschwundener und dann vom Zug überrollter Schuldirektor mächtig Arbeit.

Pendeln zwischen Hamburg und Bayern

Im Gegensatz zu seinem eher scheuen Krimi-Alter-Ego stand Sebastian Bezzel schon immer gern im Rampenlicht. Bereits im Kindergarten führte er Sketche vor, später trat er im Schultheater auf. Deshalb wunderte es niemanden, als der gebürtige Garmisch-Partenkirchener eine Schauspiel-Karriere einschlug. Nach seiner Ausbildung begann Bezzel als Streifenpolizist in der RTL-Serie “Abschnitt 40”.

Seitdem war er in zahlreichen Serien zu sehen, etwa in “Franzi” und “Danni Lowinski”. Auf großer Leinwand war der Schauspieler als Bobfahrer in “Schwere Jungs” und im “Brandner Kaspar” unterwegs. Darüber hinaus spielte er in vielen TV-Produktionen. In “Schlimmer geht immer” kämpfte er als Handwerker gegen die Tücken eines Hauses, “obwohl ich zwei linke Hände habe”. Der zweifache Vater lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Johanna Christine Gehlen, in Hamburg. 2019 war er für den Dreh von “Leberkäsjunkie” aber wieder in der bayerischen Provinz zu Gast.

| Katharina Montada | 16. Juli 2019