Stars & Fernsehen » “Du sollst nicht lügen”: Lohnt sich das Sat.1-Remake von “Liar”?
Stars & Fernsehen » “Du sollst nicht lügen”: Lohnt sich das Sat.1-Remake von “Liar”?

“Du sollst nicht lügen”: Lohnt sich das Sat.1-Remake von “Liar”?

“Du sollst nicht lügen”: Lohnt sich das Sat.1-Remake von “Liar”?

Felicitas Woll und Barry Atsma sind am 9. und 10. Februar in der Sat.1-Miniserie “Du sollst nicht lügen” zu sehen. 

Eine Nacht. Zwei Geschichten. Wer lügt?

 Vier Jahre ist es her, dass die britisch-amerikanische Serie “Liar” (übersetzt: “Lügner”) zum vieldiskutierten TV-Hit wurde. Dass sich Sat.1 gerade jetzt an ein Remake wagt, hat gute Gründe: Das Thema – ein Vergewaltigungsvorwurf – ist in Zeiten der “#MeToo”-Bewegung aktueller denn je.

Darum geht’s: Nach einem Date mit dem sympathischen Chirurgen Hendrik (Barry Atsma) behauptet die Lehrerin Laura (Felicitas Woll), Hendrik habe sie mit K.-o.-Tropfen betäubt und vergewaltigt. Ihre Erinnerungen an die Nacht scheinen dementsprechend bruchstückhaft. Hendrik wiederum stellt empört klar: Laura lügt! Zwar kam es zum Sex, doch Laura war mit allem einverstanden. 

Ist er ein Vergewaltiger oder sie eine Lügnerin?

Während sich beide gegenseitig der Lüge bezichtigen, kommen immer mehr verstörende Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit ans Licht. Bald kämpft Laura um ihre Glaubwürdigkeit und Hendrik um seinen guten Ruf: Ist er ein skrupelloser Vergewaltiger oder sie eine raffinierte Lügnerin? Kommissarin Vanessa Lewandowski (Friederike Becht) soll genau das herausfinden. Aber wie, wenn es offenbar keine Beweise gibt? 

“Mich hat fasziniert, dass man über mehrere Folgen immer wieder in der Ungewissheit ist, wem man Glauben schenken kann. Glaubt man ihr als Opfer oder ist nicht vielleicht der Täter das Opfer?”, so Schauspielerin Felicitas Woll. “Bis zum Schluss weiß man nicht, was tatsächlich in dieser Nacht passiert ist.”

Tatsächlich hält die Miniserie von Regisseur Alexander Freydank (Kurzfilm-Oscar für “Spielzeugland”) mühelos die Spannung über alle 4 Folgen hinweg, steigert sich im letzten Teil zum trickreichen Katz- und Mausspiel. “Lena Lorenz”-Schöpferin Astrid Ströher adaptierte die britische Vorlage gemeinsam mit Dirk Morgenstern. Ob sie aber auch die Auflösung des Originals übernommen hat, sei an dieser Stelle nicht verraten. Sicher ist: Das abgründige Ende hallt noch lange nach.

Alle Sendetermine

  • Teil 1: Dienstag, 9. Februar um 20:15 Uhr
  • Teil 2: Dienstag, 9. Februar um 21:15 Uhr
  • Teil 3: Mittwoch, 10. Februar um 20:15 Uhr
  • Teil 4: Mittwoch, 10. Februar um 21:15 Uhr
| Stefanie Moissl | 3. Februar 2021