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Eurovision Song Contest: Das Erste zeigt 2020 keinen Vorentscheid

Eurovision Song Contest: Das Erste zeigt 2020 keinen Vorentscheid

Showdown um die Musikkrone von Europa

Jedes Jahr treten beim europäischen Gesangswettbewerb “Eurovision Song Contest” (ESC) 26 Nationen gegeneinander an. Welches Land insgesamt die meisten Stimmen von Fachjury und TV-Zuschauern bekommt gewinnt. Europa hat zuletzt entschieden: Der Niederländer Duncan Laurence ist der Sieger des Eurovision Song Contest 2019. Das Duo “S!sters” landete für Deutschland nur auf dem 24. Platz. Alles Wissenswerte zum nächsten Eurovision Song Contest finden Sie hier im Überblick.

Aktuelle News zum ESC

Momentan sieht es so aus, als würde der NDR, seit Jahren verantwortlich für die deutsche TV-Organisation des ESC, den klassischen Vorentscheid aus den letzten Jahren kippen.

Für den 27. Februar (21:30 Uhr) ist zwar “Unser Lied für Rotterdam” geplant, allerdings soll die Show dieses Jahr als zeitversetzte Sendung auf dem Spartensender ONE laufen. Zudem soll das Ganze nur 45 Minuten dauern, was einen ausführlichen Auswahlprozess von Jury und TV-Publikum fast ausschließt. Offiziell will der NDR Ende Januar weitere Informationen zum weiteren Verlauf der Songauswahl bekanntgeben.

2019 sicherte sich der Niederländer Duncan Laurence mit dem Song “Arcade” den Sieg. Der Eurovision Song Contest 2020 findet somit in den Niederlanden statt. Die Gastgeberstadt ist Rotterdam.

Das Finale des 65. ESCs findet im Mai 2020 in den Niederlanden statt. Zuvor treten aber bereits einige Nationen im Halbfinale an, denn nicht alle können in der großen Show am Samstagabend dabei sein (mehr dazu weiter unten auf dieser Seite).

Wer für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2020 antritt, wird ein paar Monate vor dem Wettbewerb durch einen Vorentscheid im TV ermittelt. Alles zum Auswahlverfahren finden Sie auf dieser Seite weiter unten.

Deutschland gehört wie Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien zu den “Big Five”, den größten Geldgebern der European Broadcasting Union (EBU) und ist daher im Finale des ESC gesetzt.

Sie können das Finale des ESC auf www.eurvision.de oder im Ersten live verfolgen. Ab 20.15 Uhr sendet die ARD meist einen “Countdown” moderiert von Barbara Schöneberger. Die Show wurde in den letzten Jahren von Peter Urban kommentiert.

Deutschland konnte sich bisher zweimal beim ESC an die Spitze setzen: 1982 gewann Nicole in Harrogate mit ihrem Song “Ein bisschen Frieden”. 2010 sicherte sich Lena mit “Satellite” den ersten Platz.

In einer Vorauswahl treten ausgewählte Kandidaten mit eigens für den ESC geschriebenen Songs gegeneinander an. Bis zum ESC-Vorentscheid ist es für die Bewerber allerdings ein echter musikalischer Marathonlauf. Aus rund 1000 Bewerbern wählt eine Jury aus Experten mögliche Kandidaten aus. Eine engere Auswahl wird für einen Workshop in Köln gebucht, bei dem Videos und Songs produziert werden. Basierend auf diesem Material werden einige Kandidaten in ein “Song Wiriting Camp” in Berlin geschickt, wo einige Songs für den Vorentscheid entstehen. Schlussendlich entscheiden drei Instanzen, wer für Deutschland antritt: eine 100-köpfige Eurovisions-Jury, eine internationale Jury aus 20 Mitgliedern und die TV-Zuschauer.

2020 wird es einen solchen voraussichtlich Vorentscheid nicht geben. Am 27. Februar soll auf dem ARD-Spartensender ONE zwar “Unser Lied für Rotterdam” laufen, allerdings soll es sich dabei um eine zeitversetzte Sendung von 45-minütiger Länge handeln, was nicht für einen ausführlichen Vorentscheid mit Mitbestimmungsrecht der Zuschauer spricht.

Insgesamt reisen Vertreter von 42 Nationen nach Tel Aviv, nur 26 sind im Finale dabei. In zwei Halbfinals werden die Endrundenteilnehmer ermittelt.

Die Ergebnisse des Eurovision Song Contest 2019

  1. Niederlande: Duncan Laurence – “Arcade”
  2. Italien: Mahmood – “Soldi”
  3. Russland: Sergey Lazarev – “Scream”
  4. Schweiz: Luca Hänni – “She got me”
  5. Norwegen: KEiiNO – “Spirit in the Sky”
  6. Schweden: John Lundvik – “Too late for Love”
  7. Aserbaidschan: Chingiz – “Truth”
  8. Nordmazedonien: Tamara Todevska – “Proud”
  9. Australien: Kate Miller-Heidke – “Zero Gravity”
  10. Island: Hatari – “Hatrio mun sigra”
  11. Tschechische Republik: Lake Malawi – “Friend Of A Friend”
  12. Dänemark: Leonora – “Love Is Forever”
  13. Slowenien: Zala Kralj & Gasper Santl – “Sebi”
  14. Frankreich: Bilal Hassani – “Roi”
  15. Zypern: Tamta – “Replay”
  16. Malta: Michela Pace – “Chameleon”
  17. Serbien: Nevena Bozovic – “Kruna”
  18. Albanien: Jonida Maliqi – “Ktheju tokes”
  19. Estland: Victor Crone – “Storm”
  20. San Marino: Serhat – “Say Na Na Na”
  21. Griechenland: Katerine Duska – “Better Love”
  22. Spanien: Miki – “La venda”
  23. Israel: Kobi Marimi – “Home”
  24. Deutschland: S!sters – “Sister”
  25. Weißrussland: Zena – “Like It”
  26. Großbritannien (UK): Michael Rice – “Bigger Than Us”

Seit 2016 gibt es beim Eurovision Song Contest ein neues Punktesystem. Bis dahin wurden die Punkte der jeweiligen Länderjury mit den Telefonanrufen der Zuschauer aus dem Land zusammengezählt, beide Instanzen zählten 50%. Nun werden die Ergebnisse der Jury und die der Zuschauer von einander getrennt ausgewertet. Das heißt, dass Jury- und Zuschauerwertung innnerhalb eines Landes auch stark voneinander abweichen können. Die jeweilige Spokesperson der 42 Teilnehmerländer geben hintereinander das Juryergebnis aus dem Land bekannt. Im Anschluss werden alle Punkte aus dem Zuschauervoting zusammengerechnet vergeben, beginnend mit dem Land, das die wenigsten Anrufe aus allen Ländern erhalten hat.

| Katharina Montada | 24. Januar 2020