3 Fragen an Cornelia Gröschel

Cornelia Gröschel spielt diese Woche in "Eine wie diese" eine der ersten deutschen Kommissarinnen. Im Interview erzählt sie von ihrem Lieblingsmoment der Dreharbeiten und weshalb das Thema Gleichberechtigung noch lange nicht abgeschlossen ist.

Siggi Holschen, eine der ersten deutschen Kriminalkommissarinnen, besuchte auch die Dreharbeiten. Gab es Dinge, die Sie unbedingt von ihr wissen wollten?

Cornelia Gröschel: Na klar! Mein Lieblingsmoment war, als mir Siggi und ihre Kollegin erklärten, wie ich möglichst schnell und rein optisch beeindruckend meinem drei Köpfe größeren Schauspielkollegen die Handschellen anlegen konnte – ich hoffe, er verzeiht mir die vielen Male, die ich ihn auf die Motorhaube geknallt habe.

Wie haben Sie sich in der Garderobe der 70er-Jahre gefühlt?

Cornelia Gröschel: Ich mochte die Klamotten gerne, nur über unseren heutigen Turnschuhtrend bin ich doch ganz froh. Mir allerdings jeden Morgen falsche Wimpern anzukleben, fände ich mühsam. Ich bin privat eher der ungeschminkte Typ.

Wie sehen Sie die berufstätige Frau in unserer heutigen Gesellschaft? Empfinden Sie sich als gleichberechtigt?

Cornelia Gröschel: Diese Frage finde ich schwierig zu beantworten. Wir haben eine Bundeskanzlerin. „Eine wie diese“ wurde von einer Frau produziert, Hauptfigur, Regie und Buch lagen in Frauenhand. Aber gleichberechtigt? An Zahlen orientiert, sicherlich nein! Auf der Berlinale laufen 23 Filme im Wettbewerb und nur drei standen unter der Regie von Frauen – ich denke, es gibt noch viel Luft nach oben!

5.5.2015, 0.00 Uhr

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