Interview mit Susanne Bormann

Zur Komödie "Leichtmatrosen"

In "Leichtmatrosen" gehen drei Männer auf Hausboottour. Susanne Bormann fährt nicht mit – vielleicht ganz gut so ...

"Wir haben uns dusselig angestellt"

Susanne Bormann ist 37, Mutter einer anderthalbjährigen Tochter und lebt mit ihrem Lebensgefährten in Berlin. Warum sie Hausboote liebt und kein Popstar wird ...

Frau Bormann, in "Leichtmatrosen" gehen drei Männer auf Hausboottour. Sie fahren gar nicht mit, spielen dennoch eine Hauptrolle, den Popstar Cora Rick. Wie geht das?

Susanne Bormann: Nun, man kann ja auch in Abwesenheit eine große Rolle für jemanden spielen, wenn derjenige in Gedanken ständig bei einem ist. Außerdem ist Cora Rick als Sängerin eine öffentliche Person und taucht ständig im Radio auf oder fliegt den Jungs als Flyer ihrer Konzertwerbung vor die Nase. Sie kommen also nicht um sie herum (lacht).  

Mal ehrlich, Sie hätten sowieso keine Lust auf eine Hausbootfahrt gehabt, oder?

Susanne Bormann: Doch, absolut. Lustigerweise hat mein Freund mich tatsächlich mal mit einer Hausbootfahrt als Geburtstagsgeschenk überrascht. Es war abenteuerlich. Nachts zog ein Gewitter auf, und der Sturm trieb das Boot trotz Anker immer wieder auf den See hinaus. Wir haben uns als Großstädter da natürlich auch etwas dusselig angestellt. Die Nebelstimmung am nächsten Morgen allerdings, diese unglaublich Ruhe haben mich entschädigt, ich fand’s großartig. 

Wenn Sie schon einen Popstar spielen, starten Sie bald eine Karriere als Popsängerin?

Susanne Bormann: Das sollen die machen, die das richtig gut können. Ich find’s umgekehrt auch nicht so dolle, wenn Leute in Filmen aufgrund ihrer medialen Präsens besetzt werden, obwohl es eigentlich an Begabung mangelt.

Apropos Begabung: 2015 waren Sie rtvs "Coolste Kommissarin". Sind Sie bald mal wieder in einem Krimi zu sehen?

Susanne Bormann: ... im Niedersachsen-"Tatort" demnächst als Gegenspielerin von Maria Furtwängler. 

Sommer am See

Woran arbeiten Sie aktuell?

Susanne Bormann: Ich habe gerade eine Folge "SOKO Köln" mit Florian Schott gedreht, von dem man in Zukunft bestimmt noch hören wird. 

Im Herbst sind Sie auch im Kino zu sehen, im Familienfilm "Amelie rennt". Worum geht’s, und gibt’s noch weitere Kinoprojekte? 

Susanne Bormann: Es ist ein Abenteuerfilm über Amelie, das wahrscheinlich sturste Mädchen aus Berlin, deren Eltern sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine Klinik nach Südtirol bringen. Sie haut aber ab. Außerdem erscheint ein Kinoprojekt, das mir sehr am Herzen liegt, am 19. Mai auf DVD: "Die Reise mit Vater". Die bewegende Tragikomödie erzählt die Geschichte einer rumänischen Familie, die 1968 in einer Münchner Studentenkommune strandet.

Noch mal zurück zum Hausboot: Wo und wie verbringen Sie Ihre Sommerferien?

Susanne Bormann: Wahrscheinlich einfach auf unserer Datsche am See ... 

Interview: Andreas Herden

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