Interview mit Tim Oliver Schultz

Zur 3. Staffel "Club der roten Bänder"

"Der Club der roten Bänder" geht in die letzte Runde. Mit rtv hat Fan-Liebling Tim Oliver Schultz über den Abschied von der Vox-Serie und seinen Plan B für die Zukunft gesprochen.

Durch den Serienhit "Club der roten Bänder" wurde Schauspieler Tim Oliver Schultz ins Rampenlicht katapultiert

Urlaubsgrüße aus Spanien

Eines steht fest: "Der Club der roten Bänder" wird uns 2017 eines der emotionalsten Serienfinale der letzten Jahre bescheren. Emotional – und dazu sympathisch-bodenständig wirkt Serienstar Tim Oliver Schultz, als wir ihn Anfang Oktober 2017 in Spanien an die Strippe bekommen. Trotz Urlaub nimmt er sich Zeit für ein rtv-Interview. Und klingt ziemlich entspannt, während im Hintergrund Straßengeräusche zu hören sind. Man meint, Mittelmeer-Feeling zu spüren. 

Wie war die Stimmung am Set, als die letzte Szene abgedreht war?

Tim Oliver Schultz: Das war Wahnsinn! Das werde ich nie vergessen, wie wir uns alle in den Armen lagen und geweint haben … Und gesagt haben, wie gigantisch es ist, was wir drei Jahre lang erlebt haben.

Jetzt zum Staffelstart vom "Club der roten Bänder" wird der Rummel um Sie noch größer. Dabei machen Sie oft den Eindruck, als wäre Ihnen das suspekt. Oder unangenehm …

Tim Oliver Schultz: Unangenehm nicht direkt. Suspekt manchmal. Ich bin schon mit 10 zu Castings gegangen, so wie andere Kinder Fußball spielen, habe ein paar Filme gemacht. Aber es war nie so, dass sich Leute wirklich für mich interessiert hätten. Dann kam "Der Club der roten Bänder". Plötzlich waren alle total nett zu mir. Natürlich ist das was Schönes?... (lacht) 

Aber ich dachte mir oft: Was ist eigentlich, wenn der Erfolg mal weg ist? Wer wird dann immer noch so nett zu mir sein? Beim Dreh zur ersten Staffel haben uns viele auf die Schulter geklopft und prophezeit, dass die Serie wahnsinnig erfolgreich werden würde. Aber ich hab den Ball da lieber mal flach gehalten. Ich finde, man sollte sich nicht zu wichtig nehmen. Und man sollte auch nicht unterschätzen, wie schnell es wieder vorbei sein kann mit dem Erfolg.

Und wenn es vorbei wäre? 

Tim Oliver Schultz: Dann geht das Leben eben weiter (lacht). Es gibt so vieles, was ich gern mal ausprobieren würde. Ein Restaurant oder ein Café eröffnen. Außerdem studiere ich Produktion im 6. Jahr. Vielleicht gründe ich eine Produktionsfirma. Was ich total begeistert im Fernsehen geschaut habe, war die Serie "Game of Thrones". Ich dachte mir: So was will ich produzieren! Das ist mein Traum: Eine Geschichte zu schaffen, in der es um alles geht ... und etwas magisch ist. Aber wenn weiter so schöne Rollen kommen, werde ich das mit Liebe weitermachen: spielen. 

rtv-Interview: Stefanie Moissl

7.11.2017, 7.11 Uhr

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