3 Fragen an Iris Berben

Zum Start von "Die Protokollantin"

Iris Berben verrät im Gespräch, wie leicht es ihr fiel, ungeschminkt vor die Kamera zu treten. 

rtv fragt - Iris Berben antwortet

1. Weibliche Hauptdarstellerin, Drehbuchautorin und zwei Regisseurinnen. Wird hier endlich dem Ruf nach mehr starken Frauenrollen und Frauen hinter der Kamera gefolgt? 

Iris Berben: Ich hatte das Glück, in den letzten Jahren mit vielen Frauen vor und hinter der Kamera zu arbeiten. Das hat sich einfach ergeben. Ich wünschte, es wäre nicht mehr unbedingt ein Thema. Man dreht mit Männern wie mit Frauen. Man dreht mit denen, die gut sind.

2. Sie sind in einer ungewöhnlichen Rolle zu sehen, fast ungeschminkt. Hat es Ihnen Freude bereitet, die Rolle zu spielen? 

Iris Berben: Für mich ist das Ungewöhnliche nicht das äußere Erscheinungsbild. Für mich ist es die Reduktion im Spiel. Ich war schon in verschiedenen Filmen ungeschminkt. Oft habe ich in dem Zusammenhang das Wort "mutig“ gelesen. Was ist denn mutig daran, ungeschminkt zu sein? Für einen Schauspieler ist diese Reduziertheit eigentlich die schönste Basis zum Spielen. Man kann sich hinter nichts mehr verstecken und muss im wahrsten Sinne des Wortes "nackt“ spielen.

3. Können Sie sich vorstellen, wie sich ein Mensch als unsichtbare Beobachterin fühlt? 

Iris Berben: Wenn man selbst unbeobachtet ist, hat man mehr Freiheit, alles andere um sich herum wahrzunehmen.

12.10.2018, 10.50 Uhr

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