Krimi-Check: So ist der Münsteraner "Tatort: Fangschuss" am Sonntag

An Pfingsten zeigt das Erste den neuen "Tatort" erst am Montagabend. Die Wiederholung von "Tatort: Fangschuss" aus Münster ist zwar kein Volltreffer, bietet aber gewohnt locker-flockige Unterhaltung.

Darum geht’s:

Selbstmord aus Liebeskummer!? Der verlassene IT-Experte Sebastian Sandberg hat sich vom Balkon gestürzt – vor den Augen seiner Ex. Oder hat ihn jemand gestoßen? Kommissar Thiel (Axel Prahl) und Kollegin Krusenstern (Friederike Kempter) entdecken in der Wohnung des Toten Einbruchspuren. Als auch noch ein bekannter Journalist ermordet wird, tun sich ungeahnte Zusammenhänge auf.

Realitäts-Check:

... flop!

"Fakten verwirren nur und sind schon immer völlig überbewertet" finden die "Fangschuss"-Autoren Stefan Cantz und Jan Hinter, die den Münsteraner "Tatort" einst aus der Taufe hoben. Beide verweisen darauf, dass wir seit Donald Trump endlich im postfaktischen Zeitalter leben. Und mal ehrlich: Wer erwartet bei einem "Tatort" aus Münster schon Realitätsnähe? Schließlich schalten die Fans vor allem wegen Boerne und Thiel ein.

Die Kommissare:

... top!

All das gibt reichlich Stoff für die üblichen skurrilen Frotzeleien zwischen Thiel und Boerne. Und die machen einfach Spaß. Regisseur Buddy Giovinazzo, der neben diesem auch den allerersten Münsteraner "Tatort" drehte, bringt es auf den Punkt:

"Das Timing und die Chemie zwischen Thiel und Boerne sind zu einem Ballett geworden. Sie passen zusammen wie Fred Astaire und Ginger Rogers. Allerdings bin ich mir nicht sicher, welcher von beiden Ginger Rogers ist."
 

Einschalten oder abschalten?

"Tatort:Fangschuss" ist wahrlich nicht der spektakulärste Fall der Münsteraner. Trotzdem: Die "zum Ballett" gewordenen Kommissare unterhalten locker-flockig, mühelos. Einschalten!

Autor: Stefanie Moissl

 

Wie Brutal ist der "Tatort: Fangschuss"?

6.6.2019, 7.47 Uhr

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