Krimi-Check: So ist der "Tatort: Ich töte niemand"

Düster, anstrengend, aber gut

"Ich töte niemand" ist der 4. "Tatort" aus Franken: "Ein zutiefst moralischer Fall" 

Voss (Fabian Hinrichs, l.) und Ringelmann (Dagmar Manzel) im Einsatz

Tod eines libyschen Geschwisterpaars

Darum geht’s:

Das fränkische "Tatort"-Team Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) untersucht den Tod zweier Libyer, die in Nürnberg erschlagen wurden. Während der Ermittlungen erreicht die Kommissare die Nachricht vom Tod des Kollegen Frank Leitner. Paula Ringelhahn ist fassungslos: Nicht nur, weil sie eng mit Frank Leitner befreundet war. Alles deutet darauf hin, dass er etwas mit dem Doppelmord zu tun gehabt haben könnte.

Die Kommissare: 

… philosophieren ziemlich viel. Über die Menschen im Allgemeinen. Und die, auf die sie in ihrem Job treffen, im Besonderen. Immerhin: Dabei kommen sie sich näher. Wachsen zusammen.

Alles liegt im Dunkeln

Einschalten oder abschalten:

Nicht nur Kommissar Voss sieht in diesem Krimi schwarz. Auch der Zuschauer. Kunstvoll lässt Regisseur Max Färberböck ganze Szenen in Dunkelheit versinken. Auch sonst bleibt einiges im Dunkeln. Wer, wie, wann, warum? Im Mittelteil des Films wird es kompliziert. Und anstrengend! 

Es geht darum, "das sowohl in extrem rechten gesellschaftlichen Kreisen als auch im islamistischen gesellschaftlichen Umfeld Werte wie Anstand und Ehre, Familie und Heimat – die an sich positiv sind – pervertiert werden", erklärt man beim BR. Und ist stolz auf seinen "zutiefst moralischen Tatort". Kann man auch. Zumal der wirklich klug und menschlich erzählt ist. Aber er verlangt dem Zuschauer auch einiges ab. Einschalten!

Erstausstrahlung: Sonntag, 15.4.2018, 20.15 Uhr, Das Erste

Wie brutal ist der "Tatort: Ich töte niemand"?


 


 

13.4.2018, 12.20 Uhr

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