Krimi- Check: So wird der "Tatort: Bombengeschäft"

Da kommt keine Jubiläumsstimmung auf: Der 75. Fall der Kölner "Tatort"-Kommissare Ballauf und Schenk ist ein überraschungsarmer Whodunnit.

Darum geht‘s

Peter Krämer war ein erfahrener Sprengmeister. Bei der Entschärfung einer Fliegerbombe in Köln kommt es dennoch zur Explosion, Krämer stirbt. Wer könnte ein Interesse an seinem Tod gehabt haben? Die Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt, r.) und Schenk (Dietmar Bär) finden heraus, dass ein Ex-Kollege den Verunglückten dringend sprechen wollte. Und Krämers Ehe war auch nicht glücklich …
 

Einschalten oder abschalten:

Krimi gucken und nebenher auf dem Handy spielen, ohne etwas zu verpassen? Am kommenden Sonntag kein Problem! Die jüngste Geschichte um alte Fliegerbomben und emotionale Altlasten in der Domstadt kommt so behäbig und vorhersehbar wie aus den Anfangszeiten des Fernsehkrimis daher. Nachvollziehbar, dass nach über 20 Jahren alle Themen schon mal da waren. Umso mehr Mühe muss man sich dann halt bei Auswahl und Machart geben! Erst recht zum Jubiläum:

75 Fälle haben die Kölner Ermittler jetzt auf dem Buckel. Normalerweise ein Grund zu feiern. Zumindest aber ein Anlass, die Krimi-Fans mit einem besonders ungewöhnlichen Fall zu überraschen. Warum also ein klassischer „Whodunnit“? Thomas Stiller über seinen „Tatort: Bombenstimmung“:

„Es ging mir darum, die Ge­schichte so zu erzählen, dass die Zuschauer keinen Informationsvorsprung vor den Kommissaren haben. Sie sollen gemeinsam mit Ballauf und Schenk entdecken und rätseln, wer an der Tat beteiligt war.“

Wer gerne miträtselt, sollte einschalten. Alle anderen könnten sich langweilen. Denn: Bombenspannung geht anders – abschalten!
 

Erstausstrahlung: 31.3.2019, Das Erste
 

Wie brutal ist der "Tatort: Bombengeschäft"?

29.3.2019, 15.33 Uhr

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