Krimi-Check: So ist der "Tatort: Der gute Weg"

Beinhart bis trostlos statt "arm aber sexy": Nicht nur der Berliner Polizeialltag geht Ermittlerin Rubin an die Nieren – ihr Sohn wird angeschossen.

Darum geht’s:

Hochemotionaler Fall für die Berliner Ermittlerin Rubin (Meret Becker): Ein Routine-Einsatz der Polizei endet in einem Blutbad, als sich ein Ort der "Ruhestörung" als Drogennest entpuppt. Rubins Sohn Tolja (Jonas Hämmerle) ist als Praktikant mit den Streifenpolizisten vor Ort und wird angeschossen. Er trägt jedoch als einziger eine kugelsichere Weste. Als er später die Vorgänge schildern soll, verstrickt sich der junge Mann in Widersprüche.

 

Die Kommissarin …

… ist emotional angeschlagen

 

Einschalten oder abschalten?

Selbst wenn Mitglieder der Berliner Ermittlermannschaft miteinander in die Kiste steigen – hier hat sich wirklich keiner lieb! Und gegen Team Karow, Rubin und Co. wirken sogar die Dortmunder streckenweise wie ein Kindergeburtstag. Mag dem Drehbuchautor Christoph Darnstädt (Regie: Christian von Castelberg) auch an manchen Stellen der Geschichten-Gaul ganz schön durchgegangen sein - das Ergebnis kann sich sehen lassen: ein top besetzter, beinharter und desillusionierender Hauptstadtkrimi zum Thema Polizei-Alltag. Der in seiner Aktualität – Stichwort: Araberclans und V-Männer – der Realität kaum hinterherhinkt. Zum ohnehin trostlosen Status der arm-aber-sexy-Stadt gibt es harte Mucke von Massiv und Capital Bra, atmosphärische Bilder und finstere Dialoge. Die hochspannende Krimi-Tragödie lohnt das Einschalten!

Erstausstrahlung: 5.5.2019, 20.15 Uhr Das Erste

 

So brutal ist der "Tatort: Der gute Weg"

3.5.2019, 15.15 Uhr

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