Krimi-Check: So ist der neue "Tatort: Glück allein" am Sonntag

A irre düstere G'schicht, der neue Fall der Wiener Ermittler Eisner (Harald Krassnitzer) und Fellner (Adele Neuhauser). 

Darum geht's:

Im Haus des Politikers Ladurner (Cornelius Obonya) wurde ein Blutbad angerichtet: Seine Frau ist tot, die zehnjährige Tochter schwer verletzt. Der Innenminister persönlich ordnet an, dass Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) dem Fall fernbleiben. Stattdessen soll Kommissarin Julia Soraperra (Gerti Drassl) ermitteln. Sie macht allerdings einen ebenso überforderten wie befangenen Eindruck. Logisch, dass Eisner und Fellner jetzt erst richtig motiviert sind.
 

Die Kommissare ... 

... betreiben Vergangenheitsbewältigung.

Einschalten oder abschalten?

Grad ganz schön was los in Österreich! Auf der realen Politbühne wie im "Tatort": "Jedermann"-Darsteller Cornelius Obonya gibt den skrupellos um Macht rangelnden Abgeordneten Ladumer mit großer physischer und sprachlicher Wucht. Knackig auch die Bildgestaltung: Frau und Kind wurden mit dem Fleischermesser abgeschlachtet, nachdem schon die Eingangsszene beim blutigen Gulaschschneiden entsprechende Assoziationen geweckt hatte. A düstere G'schicht! Dazu der unnachahmliche Zungenschlag, für den Fans die Wiener Fälle lieben. Auch wenn der irre Mix aus Liebe, Lügen und Intrigen nicht besonders glaubhaft ist, er unterhält bestens. "Tatort: Glück allein" hat alles, was es zu einem kracherten Ösi-Krimi braucht. Einschalten!
 

Erstausstrahlung: 2.6.2019, 20.15 Uhr, Das Erste
 

Wie brutal ist der "Tatort: Glück allein"?

31.5.2019, 17.04 Uhr

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