Sexsüchtig und schizo

Tja, hat sich Robbie Williams wohl gedacht, was die ollen Gesangstanten Britney Spears und Posh Spice können, kann ich doch schon lange - und verfasste gleichfalls in jungen Jahren die erste Biografie. Natürlich nicht ganz alleine, sondern mit professioneller Hilfe. Mark McCrum half dem 27-Jährigen beim Verbalisieren. Titel des Machwerkes: "Somebody Someday", Auszüge daraus wurden im englischen Tratschblatt "News of the World" vorab veröffentlicht.
Lüsterne Leserinnen werden darin auch ganz schnell fündig, wenn sie auf das Wort mit den drei Buchstaben und dem "x" am Ende scharf sind, denn der umtriebige Robbie schreibt über seine Sexsucht, die ihm angeblich als Ersatz für Alkohol und Drogen gute Dienste leistet.

Und dabei hat er nicht mal eine feste Freundin. Gerüchte über seine Homosexualität oder eine Liaison mit Geri Halliwell (die ja mittlerweile auch wie ein hübscher Junge aussieht) weist er zurück. Wie kommt Robbie aber dann zu seiner Befriedigung? Die Antwort wird gleich mitgeliefert: Der Popstar behauptet, sich eine gespaltene Persönlichkeit angelegt zu haben, um jede Nacht problemlos mit einer anderen Frau die Laken zerwühlen zu können. Bedeutet das nicht, dass jeder Mann potenziell schizophren ist? Fragen über Fragen.

Auf jeden Fall scheint dieser besondere Mann von Problemen mit sich selbst getrieben; so schildert er in dem Buch (das im November in Deutschland erscheinen soll) seine Angst vor der Einsamkeit. Diese Situation vermeide er, indem er lieber ein Hotelzimmer buche, als allein in seinem Luxusheim zu sitzen. Ja, er sei sogar schon hinter den Grund für das Alleinsein gekommen, nämlich die Popularität, die ihn daran hindere, abends auszugehen und ganz normal Leute kennen zu lernen.

Trotz all dieser Widrigkeiten ist Robbie Williams aber doch ganz Mensch geblieben: So äußert er Bedürfnisse wie jeder andere auch (wer hätte das gedacht?), nämlich eine große Sehnsucht nach Frau, Kindern und sonstigen Liebesobjekten.


11.9.2001, 0.00 Uhr

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