Schwarzenegger-Film verschoben

Die grauenhaften Terroranschläge in New York und Washington haben auch Auswirkungen auf die Filmindustrie in Hollywood. Die Starts mehrerer Kinofilme mussten auf unbestimmte Zeit verschoben werden, da die Streifen von Gewalt, Attentaten und Bombendrohungen handeln.
So wird der neue Schwarzenegger-Film "Collateral Damage" (geplanter Kinostart 3. Oktober) so schnell wohl nicht im Kino zu sehen sein. Denn der Held des Films verliert seine Familie ausgerechnet bei einem Bombenanschlag auf ein Hochhaus.

Auch der Start des Actionfilms "Password: Swordfish" mit John Travolta in der Hauptrolle wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Ebenso wurden alle Vorschau-Trailer zu dem Film "Spider-Man" aus den Kinos genommen. In diesem Film spannt der Held ein Netz zwischen die beiden Türme des World Trade Centers. Die Aufnahmen dürften jetzt höchstens noch einen traurigen Seltenheitswert besitzen.

Überhaupt kommen einem die spektakulären Actionfilme der letzten Jahre angesichts des real gewordenen Grauens plötzlich ziemlich harmlos vor. Star-Regisseur Wolfgang Petersen, der für Thriller wie "Airforce One" (siehe Foto mit Gary Oldman und Harrison Ford) oder "In the Line of Fire" verantwortlich zeichnet, erklärte am Donnerstag in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung, er hätte ein Drehbuch zu Anschlägen wie denen in New York und Washington als zu unrealistisch und zu grauenvoll abgelehnt. Ob Hollywood sich jetzt erstmal mit Katastrophenfilmen zurückhält oder ob nicht doch schon bald die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon Stoff eines neuen Blockbusters werden, bleibt allerdings abzuwarten.
14.9.2001, 0.00 Uhr

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