Haarausfall? Keine Panik!

Aufstehen, Zähne putzen, duschen - und plötzlich wird die Dusche zur Badewanne. Der Abfluss ist voller Haare. Das sind doch zu viele! Habe ich Haarausfall?

Angst vor Haarausfall?
Vergewissern Sie sich, dass Ihre Beunruhigung begründet ist. Der Mensch verliert täglich regulär circa 100 Haare, was bei einer Gesamtmenge von 100.000 Stück kein Grund zur Sorge ist. Zählen Sie alle Haare, wirklich alle, die sich verabschieden. Dazu werden die Haare zuerst gewaschen. Danach muss drei Tage lang gezählt werden. Die Haare im Badezimmer, im Waschbecken, im Kamm oder in der Bürste, auf dem Kopfkissen und der Kleidung. Während dieser Zeit die Haare nicht waschen. Achten Sie auch darauf, ob sich an einem Ende der Haare ein weißes Knötchen (die Wurzel) befindet. Ist das nicht der Fall, handelt es sich wahrscheinlich um Haarbruch und nicht um ausgefallene Haare.

Die Gründe:
Falsche Ernährung
Wichtig für gesundes Haar ist abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung. Das Haar braucht: Zink (Vollkornprodukte und Naturreis), Vitamin C (Obst und Gemüse), Eiweiß (Fisch, Fleisch und Milchprodukte), Biotin (Leber und Hefe), Cystin (Eigelb). Einseitige Ernährung, Diäten und Mineralstoffmangel können zu Haarausfall führen.

Die verflixten Hormone
Oft sind hormonelle Einflüsse die Ursache für Haarausfall. Männer bekommen eine Glatze, bei Frauen lichtet sich das Haar gleichmäßig (diffuser Haarausfall). Die Mediziner können diese Art von Haarausfall relativ gut behandeln, sollte die Hormonstörung nicht von selbst wieder vergehen. Das Herabsinken des Östrogenspiegels nach einer Schwangerschaft, die Einnahme der Antibaby-Pille oder eine echte Hormonstörung sind mögliche Gründe für hormonell bedingten Haarausfall.

Stress oder Krankheit
Ungewohnter Stress, wie zum Beispiel Trennungsschmerz oder Prüfungsangst, kann diffusen Haarausfall auslösen. Diese Lebenssituationen verursachen vermutlich vorübergehende Hormonschwankungen. Größer ist die Gefahr bei Krankheiten. Vor allem fiebrige Infekte und die Einnahme bestimmter Medikamente können zeitweisen Haarausfall bewirken. Beruhigend: In allen Fällen wachsen die Haare wieder nach, sobald der Auslöser überstanden ist.

Ausfallen oder abbrechen?
Lichtet sich das Haupt - kein eindeutiges Zeichen für Haarausfall! Haarbruch ist ebenfalls eine mögliche Ursache. Sehr strapaziertes Haar hat oft eine so schlimm geschädigte Struktur, dass es einfach abbricht. Haarspangen, Bürsten und Kämme werden dann zum Todfeind unserer Mähne. Ein weiterer Grund kann ein Pilzbefall der Kopfhaut sein. Die Wurzeln werden dadurch so geschwächt, dass sie nur noch brüchige, schwache Haare produzieren.

Bei hundert und einem Haar zum Arzt?
Wichtig: Haarausfall ist ein Verlust von deutlich mehr Haaren als 100 Stück pro Tag! Wenn kein Grund erkennbar ist und der Haarausfall trotzdem anhält, geht man am besten zum Hautarzt. Hautkliniken bieten oft Haarsprechstunden an. Der Arzt erstellt ein so genanntes "Trichogramm". Daran kann er die Ursachen für den Haarausfall erkennen und individuell entscheiden, ob eine Behandlung notwendig ist.

31.7.2001, 0.00 Uhr

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