Zähne zeigen!

Schöne Zähne - ein Geschenk des Himmels? In der Mundhöhle tummeln sich über 400 Bakterienarten, die es alle auf den wichtigen Zahnschmelz abgesehen haben. Werden die Bakterien regelmäßig abgebürstet, können sie nicht viel ausrichten. Haben die kleinen Fieslinge jedoch die Möglichkeit sich festzusetzen, können sie Karies, Zahnstein oder Zahnfleischentzündungen hervorrufen.

Karies ist die am weitesten verbreitete Zivilisationskrankheit. 95 bis 98 Prozent der Bevölkerung in den Industrieländern leidet darunter. Da die zahnmedizinische Versorgung heute sehr teuer ist und die Krankenkassen die Kosten hierfür nur noch eingeschränkt übernehmen, bleibt dem Verbraucher nur eines, um hohe Zahnarztrechnungen zu umgehen: eine gründliche Zahnpflege und ganzheitliche Mundhygiene.

Beim Thema Zähneputzen wird der Zahncreme oft viel zu viel Bedeutung beigemessen. Manche Zahnärzte empfehlen sogar, auf Zahncreme zu verzichten, da beim einfachen Bürsten mit einer trockenen Zahnbürste am meisten Zahnbelag entfernt werde.

Die Zahnbürste sollte einen kurzen Kopf und weiche, abgerundete Kunststoffborsten haben. Extras wie flexible Griffe und verschieden hohe Borsten sind Geschmackssache. Außerdem immer dran denken, die Zahnbürste regelmäßig zu ersetzen - am besten alle drei bis fünf Wochen.

Die Zahnzwischenräume - die machen immerhin 30 Prozent der gesamten Zahnfläche aus - müssen unbedingt vor dem Putzen gesäubert werden. Bei engen Zahnzwischenräumen empfiehlt sich Zahnseide, für größere Zwischenräume gibt es spezielle Minibürstchen. Die richtige Handhabung erklärt am besten der Zahnarzt.

Strahlend weiß oder etwas gelblich - die Farbe der Zähne ist genetisch bedingt. Aber auch andere Faktoren wie Tee, Kaffee, Rotwein oder Nikotin können die Zahnfarbe durch hartnäckige Beläge beeinflussen. Verletzungen des Zahnes oder spezielle Medikamente können ebenfalls innere oder äußere Verfärbungen hervorrufen.

Laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest enthalten die gängigen Weißmacher-Zahncremes keine bedenklichen Bleichmittel. Doch gerade Produkte, die besonders gut reinigen, bewirken einen hohen Abrieb am Zahnhals. Bei empfindlichen Zähnen oder freiliegenden Zahnhälsen also lieber Finger weg! Do-it-yourself-Bleichcremes, die man über Nacht mittels einer Schiene auf die Zähne wirken lässt, sind mit Vorsicht zu genießen. Zahnfleisch und Zahnschmelz können angegriffen, Kunststofffüllungen beschädigt werden.

Die beste Alternative ist es, den Profi ran zu lassen. Bei der so genannten Airflow-Technik werden mit einem Luft-Wasser-Salz-Gemisch hartnäckige Beläge entfernt. Fragen Sie Ihren Zahnarzt auch nach Techniken, bei denen Zähne geschmirgelt, poliert oder gebleicht werden.

Insider-Tipp für weiße Zähne:
Morgens vor dem Zähneputzen einen großen Schluck Salatöl nehmen und so lange damit spülen und durch die Zähne ziehen, bis es weißlich wird. Danach das Öl ausspucken und die Zähne wie gewohnt putzen. Grund für den Weißmacher-Effekt: Das Öl bindet Keime im Mund, die durch einfaches Putzen nicht entfernt werden.

8.8.2001, 0.00 Uhr

News empfehlen