Die Kino-Tipps im April

Der neue Monat der Kinosaison 2019 hält Horror, Drama und Comedy bereit. Die Neuauflage eines Stephen-King-Klassikers sowie die Fortsetzung einer erfolgreichen französischen Komödie: Das sind die Highlights im April.

Noch lacht er: Monsieur Claude (Christian Clavier) ist stolzer Franzose und will seine vier erwachsenen Töchter unbedingt in seiner Nähe haben. Doch die wollen lieber mit ihren Ehemännern auswandern.

Friedhof der Kuscheltiere, 4. April

1989 brachte Mary Lambert den wohl erfolgreichsten Roman von Stephen King erstmals auf die Leinwand: Friedhof der Kuscheltiere erzählt von einer Familie, die ein Haus in der Kleinstadt Ludlow bezieht. In einem nahe gelegenen Waldstück befindet sich angeblich ein alter Indianerfriedhof. Als die Neuankömmlinge ihren verstorbenen Kater im Wald begraben, ersteht dieser wieder auf – sein Wesen ist jedoch völlig verändert. 2019 gibt es die Neuauflage des Klassikers mit Jason Clarke in der Rolle des besorgten Familienvaters Louis Creed und John Lithgow als schauriger Nachbar Jud Crandall.

Einschätzung:

2017 gab es bereits eine Neuverfilmung des Stephen-King-Klassikers "Es". Diese wurde mit mehr als 3 Millionen Kinobesuchern zur bislang einspielstärksten King-Verfilmung. Der von Kevin Kölsch und Dennis Widmyer inszenierte "Friedhof der Kuscheltiere" kann möglicherweise an diesen Erfolg anknüpfen. Der Trailer zum Gruseltreifen lässt darauf hoffen.

 

 

Monsieur Claude 2, 4. April

Pauvre Claude (Christian Clavier). Der Vater von vier erwachsenen Töchtern dachte, es könnte nicht mehr schlimmer kommen. Zuerst musste der konservative Franzose dabei zusehen wie seine Töchter sich mit Männern verheiraten, mit denen er ganz und gar nicht einverstanden ist und jetzt wollen gleich alle vier auswandern. Für den Patriot unvorstellbar, denn Frankreich ist in den Augen von Claude das beste Land der Welt. Nun zieht es Odile (Julia Piaton) also samt Gatten nach Israel, Isabelle (Frédérique Bel) will nach Algerien, Ségolène (Émilie Caen) nach China und Laure (Élodie Fontan) zieht es an die Elfenbeinküste. Nun ist wieder Monsieur Claudes Ideenreichtum gefragt, um die Pläne seiner Töchter zu durchkreuzen.

Einschätzung:

"Monsieur Claude 2" ist die Fortsetzung der erfolgreichen Komödie "Monsieur Claude und seine Töchter" aus dem Jahr 2014. Auch der zweite Teil verspricht wieder jede Menge Culture-Clash-Witze und klischeebehaftete Dialoge. Fans des ersten Films dürfen sich zudem darauf freuen, dass auch in Runde zwei der komplette Cast wieder dabei ist.

 

 

After Passion, 11. April

Die amerikanische Schriftstellerin Anna Todd ist ein Internetphänomen. Auf der Autoren-Plattform Wattpad veröffentlichte sie 2013 ihren ersten Roman, der innerhalb kürzester Zeit über eine Milliarde Mal angeklickt wurde. Darin geht es um die Studentin Tessa Young, die sich in den Außenseiter Hardin Scott verliebt. Die Figur des männlichen Hauptcharakters Hardin Scott ist dabei an den britischen Sänger Harry Styles angelehnt. In der nun erscheinenden Verfilmung der mittlerweile gedruckten und vier Bände umfassenden "After"-Reihe übernimmt allerdings nicht der Sänger die Rolle des Hardin, sondern Hero Fiennes-Tiffin. Dieser spielte in „Harry Potter“ bereits einen Bösewicht: das elfjährige Alter ego von Lord Voldemord, Tom Riddle. Auch in "After Passion" spielt er wieder einen Bösen Buben, denn Hardin verführt die gutherzige und unschuldige Tessa (Josephine Langford).

Einschätzung:

Viele Fans der Reihe sind enttäuscht, nicht Harry Styles in der Rolle des Hardin auf der Leinwand zu sehen. Dennoch könnte "After Passion" nach der "Fifty Shades of Grey"-Reihe der nächste kommerzielle Erfolg eines Erotikdramas im Kino werden – auch hier funktionierte das "Good Girl"-"Bad Boy"-Spiel.

 

 

Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit, 18. April

Frankreich, 1888: Vincent van Gogh (Willem Dafoe) schafft in Arles einige seiner berühmtesten Kunstwerke. Doch das Leben des Malers ist alles andere als einfach. Er hat nicht nur mit starken Depressionen zu kämpfen, sondern auch mit finanziellen Problemen und einem Streit mit seinem Freund, dem Maler Paul Gaugin (Oscar Isaac).

Einschätzung:

Willem Dafoe wurde für seine Darstellung des Van Goghs bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig bereits als Bester Schauspieler ausgezeichnet, bei den Oscars und den Golden Globes war er jeweils nominiert. Kritiker loben jedoch nicht nur das passionierte Schauspiel des Protagonisten, sondern auch die filmische Inszenierung durch Julian Schnabel. Anschauen lohnt sich also sicher, nicht nur für Kunstliebhaber, sondern auch für Fans von Filmen, die etwas abseits des Mainstreams stehen.

 

 

Ein letzter Job, 25. April

Was Regisseur James Marsh für die Verfilmung des Hatton-Garden-Raubs von 2014 an Schauspielern auffährt ist fast so verblüffend wie der Banküberfall selbst: Sir Michael Caine, Paul Whitehouse, Tom Courtenay, Jim Broadbent und Ray Winstone spielen eine Gruppe krimineller Rentner, die einen letzten Job erledigen wollen: Gold und Juwelen im Wert von 200 Millionen Pfund stehlen.

Einschätzung:

Der Hatton-Garden-Raub ist einer der spektakulärsten in der jüngeren Geschichte Großbritanniens. Ein Ensemble mit hochrangigen Namen tritt an, um dem Raub auf der Leinwand gerecht zu werden. Könnte klappen.

 

 

Autor: Katharina Montada

1.4.2019, 8.00 Uhr

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