Krimi-Check: So ist der "Tatort: Tiere der Großstadt" am Sonntag

Mensch, Tier oder Roboter?

In ihrem 8. Fall bekommen es die Berliner Problemcops Robert Karow und Nina Rubin mit einem Kaffeeroboter, einem Eber und zwei Morden zu tun.

Zwei Tote in Berlin

Darum geht’s:

Kurz hintereinander werden die Kommissare Karow (Mark Waschke) und Rubin (Meret Becker) an Tatorte im Stadtzentrum und am Stadtrand gerufen. Mitten auf dem Kurfürstendamm liegt Tom Menke (Martin Baden), Betreiber des "Robista Coffeshops", tot in seinem Kiosk. Der Roboter, der hier statt eines menschlichen Mitarbeiters Kaffee ausschenkt und verkauft, steht still. Im Grunewald entdeckt eine junge Frau (Stefanie Stappenbeck), die über das Erwachen der noch winterlichen Natur bloggen will, eine leblose Joggerin. Rubin heftet sich an den Ehemann (Kai Scheve) der verstorbenen Frau, während Karow sich bald die Frage stellt: Was hat eigentlich der Kaffeeroboter zur Tatzeit gemacht?
 

Die Kommissare ...

... machen das, was sie immer machen: Karow verbreitet schlechte Stimmung, und Rubin geht tanzen.

Einschalten oder abschalten?

Dass nachts in Berlin ganze Wildschweinrotten auf Futtersuche sind oder Füchse über den Kudamm schleichen, ist hinreichend bekannt. Der Titel des Krimis von Beate Langmaack (Buch) und Regisseur Roland Suso Richter ist weiter gefasst: Er soll auf das schräge Personal (inklusive Roboter und Wildschwein) des Falls und seine Beziehungen zueinander verweisen.

Alles in allem geht es im Vergleich mit dem fiebrig überfrachteten Fall "Meta" aus dem Februar dieses Jahres relativ entspannt, ja beinahe elegisch zu. Dafür sind in erster Linie die ästhetisch getakteten Bilder aus dem winterlichen Moloch Hauptstadt verantwortlich. Wem der Sinn nach einem Großstadtkrimi mit nachdenklichen Tönen steht: Einschalten!

Erstausstrahlung: 16.9.2018, 20.15 Uhr, Das Erste
 

Wie brutal ist der "Tatort: Tiere der Großstadt"?

14.9.2018, 14.56 Uhr

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