Krimi-Check: So ist der "Polizeiruf 110: Crash"

Vollgas

Der Magdeburger "Polizeiruf 110" punktet mit hohem Tempo und einem starken Gastauftritt von Ben Becker.

Wettrennen mit Todesfolge

Darum geht’s:

In Magdeburg wird mitten in der Nacht eine junge Frau überfahren. Der Fahrer muss mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Ein illegales Straßenrennen? Doreen Barsch (Claudia Michelsen) und Dirk Köhler (Matthias Matschke) beginnen ihre Ermittlungen ohne Zeugen. Als erstes befragen sie den Vater der Toten, Klaus Wagner (Ben Becker). Doch der hält sich seltsam bedeckt. Ihre Recherchen führen die Kommissare schließlich zu einer Raser-Gang, die sich "Le Magdeburg" nennt – angelehnt an das legendäre Autorennen von Le Mans. Jeder Fahrer zahlt 500 Euro ein und wettet, dass er als Erster ins Ziel fährt.

Die Kommissare ...

... sind sich immer noch nicht wirklich grün.

 

Einschalten oder abschalten?

Die Nachricht ist noch keinen Monat alt: Matthias Matschke gibt seine Dienstmarke nach nur zwei Jahren "Polizeiruf 110" aus Magdeburg wieder ab. Echt schade, denn im aktuellen Fall drückt das spröde Duo Brasch/Köhler mächtig auf die Tube und zeigt sich in Topform. Hinzu kommt der erwartungsgemäß sehr intensive Auftritt von Ben Becker als Vater des Opfers mit Rachefantasien. Eindrucksvoll in Szene gesetzt: die illegalen Straßenrennen im nächtlichen Magdeburg. Auch sonst ein starker Krimi von "Tatort"-Routinier Torsten C. Fischer, der einmal mehr Gespür für perfektes Timing beweist. Einschalten! 

Bleibt die Frage, wie es in Zukunft in Magdeburg weitergeht. Claudia Michelsen könnte das "Polizeiruf 110"-Revier Magdeburg als Macho-Kommissarin mit Psychoproblemen generell auch ohne männlichen Sup-port stemmen – so viel ist mal sicher. 

Wie brutal ist der "Polizeiruf 110: Crash"?

21.9.2018, 15.22 Uhr

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