Krimi-Check: So ist der neue "Tatort: Weiter, immer weiter"

Schlechtes Timing

Der Kölner "Tatort: Weiter, immer weiter" punktet als klasse Verlierer-Studie. Grund zum Ärgern gibt es trotzdem.

Darum geht’s:

Streifenpolizist Lorenz (Roeland Wiesnekker) erlebt einen Albtraum: Bei einer Verkehrskontrolle flieht der Dealer Pascal Pohl und landet unter der Straßenbahn. Lorenz, der ein ehemaliger Kollege von Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär) ist, glaubt nicht an einen Unfall. Er ist sicher, dass das Opfer verfolgt wurde. Lorenz bietet sogar seine Hilfe bei den Ermittlungen an.


Die Kommissare …

… ziehen mitsamt Mordkommission um. Die Handwerker sind noch bei der Arbeit – aber die Ermittlungen müssen vorankommen. Es gibt Zoff ... 

Einschalten oder abschalten?

Es gibt Stars, die werden beim "Tatort" alle Jahre wieder gern gebucht: Weil sie so schön undurchsichtig und vielschichtig sind. Der Schweizer Roeland Wiesnekker ist so ein Mann der Stunde: Ein Blick auf sein verwüstetes Gesicht, und man weiß, was es geschlagen hat. Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär alias Max und Freddy geben sich alle Mühe, mit ihrem kollegialem Schwergewicht mitzuhalten.

Den Film, den Regisseur Sebastian Ko und den Autoren Arne Nolting & Jan Martin Scharf ("Club der roten Bänder") da inszenierte, darf man getrost als einen der besseren aus der Rheinebene bezeichnen. Eine Verliererstudie mit vielen kleinen raffinierten (Überraschungs-)Momenten. Richtig blöde von den Damen und Herren der Programmplanung dagegen: Diesen Film trotz einiger Parallelen zum gerade erst gezeigten Schwarzwald-"Tatort: Damian" durchzuwinken. Maues Timing! Trotzdem: allein wegen Charisma-Bombe Wiesnekker lohnt das Einschalten!

Erstaustrahlung: 6.1.2019, 20.15 Uhr, Das Erste
 

Wie brutal ist der "Tatort: Weiter, immer weiter"?

4.1.2019, 16.18 Uhr

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