Jeanette Hain

Eigentlich hatte Jeanette Hain eine Karriere hinter der Kamera angestrebt und Regie studiert – doch die Lust an der Schauspielerei gewann am Ende doch.
 

Auf Umwegen nach oben

"Im Leben gibt es keine Unmöglichkeiten. Ich glaube ganz fest daran, dass alles möglich ist, auch wenn man manchmal einen langen Atem braucht." Dass sie diesen langen Atem besitzt, hat Jeanette Hain im Verlauf ihrer Karriere längst bewiesen. 

1969 in München geboren, verbrachte sie ihre Kindheit auf dem Land in Neuried. 1993 begann sie an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen ein Regie-Studium. Drei Jahre später traf sie die Regisseurin Sherry Hormann, die die schlummernde Schauspiellust in Hain erweckte. Also sattelte sie um. 1996 gab die Mimin ihr Filmdebüt in "Die Cellistin – Liebe und Verhängnis". Es folgten die Kinofilme "Das Trio" und "Frau Rettich, die Czerni und ich". 

Ausgezeichnet

2004 wurde sie in Monte Carlo für den Fernsehfilm "Die Frau des Architekten" ausgezeichnet, 2011 bekam sie den "Bambi" für ihren Auftritt in "Poll". Sogar bis nach Hollywood hat es die zierliche Wahlberlinerin bereits geschafft. Auf der großen Leinwand glänzte sie u.a. in "Der Vorleser" mit Kate Winslet, in "Victoria, die junge Königin" sowie im gefeierten "Werk ohne Autor" und in Til Schweigers "Klassentreffen 1.0". 

In die Schlagzeilen geriet Hain 2018 allerdings nicht nur aufgrund ihrer Arbeit, sondern wegen ihres Privatlebens – nachdem Fotos von ihr an der Seite von Bundestrainer Jogi Löw durch die Presse gingen. Über mangelnde Rollenangebote kann sich Jeanette Hain, die sich mit unbändigem Fleiß nach oben gespielt hat, nicht beklagen. Ihre Lebensphilosophie: "Im Leben wie beim Drehen ist mein größtes Glück, mich dem Moment hinzugeben."

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