Mario Adorf


Auch nach sechs Jahrzehnten Schauspielerei freut sich Mario Adorf über neue Rollenangebote

Durchbruch als Bösewicht

Mit über 80 Jahren sind die meisten schon seit 20 Jahren im Ruhestand, nicht so Mario Adorf, der mit erstaunlichem Tatendrang weiter seiner Passion - der Schauspielerei - nachgeht. Geboren 1930 in Zürich, wächst der Schauspieler als uneheliches Kind bei seiner Mutter in der Eifel auf. Seinen Vater, einen italienischen Arzt, hat er nur einmal in seinem Leben gesehen. 

Nach dem Abitur studiert der Mime in Mainz und Zürich, von 1953 bis 1955 besucht er in München die renommierte Otto-Falckenberg-Schule. Der Durchbruch gelingt Adorf 1957 als brutaler Massenmörder mit "Nachts, wenn der Teufel kam" von Robert Siodmak. In den 60er-Jahren macht der einstige Hobby-Boxer Karriere in Italien und wird vor allem für die Darstellung von Schurken und Ganoven gebucht. 

Preisgekrönt

Ein breites Figurenspektrum eröffnet sich für Adorf, der seit über 50 Jahren mit seiner Ehefrau zusammen ist, in den 70er-Jahren in Deutschland. Er steht u.a. als Vater des kleinen Trommlers Oskar in Volker Schlöndorffs "Blechtrommel" (1979) vor der Kamera, außerdem gewinnt ihn Rainer Werner Fassbinder für seinen Film "Lola" (1981). 

In den folgenden Jahrzehnten dreht der Vater einer Tochter bis zu vier Filme pro Jahr, bis heute sind es mehr als 200. Ob Komödie, Drama, Thriller, Familienepos oder Romanze – Mario Adorf ist ein begnadeter Charakterdarsteller, der alles spielen kann. Und dafür wird er auch mit Preisen überhäuft: Es gibt kaum eine Auszeichnung, die Adorf nicht erhalten hat. In "Einmal Sohn, immer Sohn" ist er wie in "Die lange Welle hinterm Kiel" an der Seite von Christiane Hörbiger zu sehen. In der Komödie gibt Adorf den Star-Architekten Roland, der mit der von Hörbiger dargestellten Frauenrechts-Ikone Lilo flirtet. 
 

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