Matthias Habich

Paraderolle mit Cowboyhut Es ist wieder eine Paraderolle für Matthias Habich: In der Komödie "Matthiesens Töchter" gibt der Charakterschauspieler das knorrig-trotzige Familienoberhaupt. Die herben Gesichtszüge unterm Cowboyhut verraten, dass dieser Mann schon einiges erlebt hat. "Wettergegerbt" nennt mancher so ein Gesicht. Und das mag Matthias Habich gar nicht. Ebenso wenig wie Rote Teppiche. Was er mag: Rollen wie die des Matthiesen, die den "Schauspielerhund" in ihm wecken. "Wenn der ein Drehbuch bekommt, blättert er ein paar Seiten um und merkt dann schnell, ob das Papier ist oder ein Knochen", sagte er einmal in einem Interview. So ein "Knochen" war auch jene Rolle, die dem in Danzig geborene Sohn einer Schauspielerin 1973 zum Durchbruch verhalf: Als "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck" zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, war das Publikum begeistert. Und das lag vor allem an dem jungen Mann mit den markanten Zügen, der den tapferen Trenck mit faszinierender Intensität spielte. Über 100 Filme abgedreht Mit dessen Regisseur Fritz Umgelter drehte Habich bald darauf zwei weitere Vierteiler. Damit wurde der damalige Theaterschauspieler, der seinen Beruf in Paris und New York erlernt hatte, endgültig zur festen Größe in der Branche. Heute hat Habich, der in Paris und Zürich lebt, sämtliche Filmpreise - u. a. Grimme-Preis für "Der große Aufbruch" - im Regal stehen. Spielte in über 100 Produktionen mit. Darunter in der Verfilmung des Grass-Romans "Die Rättin" oder in "Der Vorleser" mit Hollywood-Star Kate Winslet. Der Wirbel, den die Oscar-Nominierung von "Der Vorleser" verursachte, interessierte ihn nicht. Ihm ist nur an einem gelegen: hervorragende Arbeit abzulieMatthias Habich spielt den grantigen Matthiesen. (Foto: ARD) fern.

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