Jeremy Renner

Jeremy Renners erste Rolle war nicht gerade glamourös: In Trainingsübungen der Polizei spielte er einen Einbrecher, um sich neben dem College-Studium etwas dazu zu verdienen. Zur Schauspielerei hatte der 1971 in Modesto als ältestes von fünf Geschwistern geborene Jeremy erst während des Studiums gefunden. „Ich machte eine Menge Dummheiten bis ich quasi in die Schauspiel-Klasse stolperte“, erinnert sich Renner an seine Erfahrung. „Diese Wahrnehmung meiner selbst, dieses plötzliche Zielbewusstsein. Das hat für mich eine Büchse der Pandora voller Emotionen geöffnet und damit habe ich angefangen.“  1995 stand Renner für die Komödie „Die Chaos-Clique auf Klassenfahrt“ erstmals vor der Kamera. Es folgten Gastrollen in Fernsehserien wie „Angel“ und „CSI“. 2002 machte Renner auf sich aufmerksam, als er für die düstere Biografie „Dahmer“ in die Rolle des Serienmörders Jeffrey Dahmer schlüpfte. Regisseur Clark Johnson engagierte Renner daraufhin als coolen Scharfschützen für seinen ­Actionfilm „S.W.A.T. “Fortan war Jeremy Renner sowohl in Independent-Filmen wie „Neo Ned“ als auch in Großproduktionen wie „28 Weeks Later“ zu sehen. Der endgültige Durchbruch kam jedoch erst 2008: Angetan von seiner darstellerischen Leistung in „Dahmer“ gab Kathryn Bigelow ihm die Hauptrolle in „Tödliches Kommando“. Das Kriegsdrama wurde mit sechs Oscars ausgezeichnet. Renner selbst war für die Auszeichnung als bester Darsteller nominiert und wurde über Nacht zum Star. Ein Jahr später stand er wieder auf der Oscar-Liste, als bester Nebendarsteller in „The Town“. Von da an ging es für Renner Schlag auf Schlag: 2011 drehte er „Mission Impossible 4“ und war im Comic-Blockbuster „Thor“ als Superheld Hawkeye zu sehen – eine Rolle, die er auch 2012 im weltweiten Kassenschlager „Avengers“ spielte. Die Fortsetzung ist bereits geplant – vielleicht wird Hawkeye mit Scarlett Johanssons „Black Widow“ einen eigenen Film bekommen. Renners andere Projekte wie „Das Bourne Vermächtnis“ und „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ ließen ebenfalls die Kinokassen klingeln. Auch in Zukunft ist er gut beschäftigt, gerade hat er das Drama „Lowlife“ abgedreht, darüber hinaus wird Renner dieses Jahr zum ersten Mal Vater. In seiner Freizeit renoviert er mit einem Freund alte Häuser, um sie wieder zu verkaufen.

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