Mathieu Amalric

Bond-Bösewicht 2008 Rückblickend wird das James Bond-Abenteuer "Ein Quantum Trost" von 2008 inzwischen als einer der schwächeren Beiträge der langlebigen Filmreihe angesehen. Wie schade, dass gerade dieser Streifen jener sein sollte, in dem der französische Schauspiel-Superstar Mathieu Amalric den Bösewicht mimen durfte. Denn anders als sein dortiger, eher anspruchsloser Auftritt als Dominic Greene vermuten lässt, ist Amalric momentan einer der wichtigsten Mimen des europäischen Kinos. Drei gewonnene Césars, das französische Oscar-Pendant, sowie unter anderem zwei Hauptpreise in Cannes belegen dies eindrucksvoll. Liebe ist das perfekte Verbrechen Geboren 1965, wuchs Amalric in einem intellektuellen Umfeld auf und versuchte sich bereits als 18-Jähriger als Schauspieler in "Die Günstlinge des Mondes". Richtig ernst wurde es jedoch erst mit Beginn der 90er, die ihn in mehreren Filmen von Arnaud Desplechin zeigten. Der Lohn: sein erster Nebendarsteller-César 1996 für "Ich und meine Liebe". Fortan etablierte er sich vor allem in Dramen im französischen Kino und erhielt 2005 für "Das Leben ist seltsam" schließlich den Preis als "Bester Hauptdarsteller". Nachdem er daraufhin in Spielbergs "München" erstmals auch Hollywood-Luft schnuppern konnte, machte ihn sein Auftritt als nahezu komplett gelähmter Journalist in "Schmetterling und Taucherglocke" 2007 endgültig weltweit bekannt. Seither pendelt der dreifache Vater zwischen internationalen Groß- und nationalen Kleinproduktionen, führt selbst erfolgreich Regie wie 2011 in "Tournée" und sammelt weiterhin fleißig Filmpreise. Im Thriller "Liebe ist das perfekte Verbrechen" ist er nun als Literaturprofessor zu sehen, dem seine zahlreichen Affären in arge Bedrängnis bringen

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