Gael García Bernal

Ein Mexikaner in London Dem 1978 in Guadalajara geborenen Mexikaner Gael García Bernal wurde das Schauspiel-Gen bereits in die Wiege gelegt, denn auch seine Eltern waren als Darsteller tätig. Schon als Teenager war er in mexikanischen Telenovelas zu sehen, und 1997 gelang es ihm als erstem Mexikaner, an der Central School of Speech and Drama in London angenommen zu werden. Im Jahr 2000 brach der junge Mann sein Studium jedoch ab, um in Alejandro González Iñárritus Drama "Amores Perros" mitzuwirken. Das erwies sich als gute Entscheidung, denn der international gefeierte Film machte auch Bernal einem größeren Publikum bekannt. Danach war der Schauspieler in der Tragikomödie "Y Tu Mamá También - Lust for Life" (2001) und in dem kontrovers diskutierten "Die Versuchung des Padre Amaro" (2002) zu sehen, der die Korruption der lateinamerikanischen katholischen Kirche aufzeigt. Golden Globe für "Mozart in the Jungle" Weitere Schritte in Richtung Star machte Gael García Bernal 2004 mit einer anspruchsvollen Rolle in Pedro Almodóvars "Schlechte Erziehung" sowie als Che Guevara in "Die Reise des jungen Che" von Walter Salles. Nach einer weiteren erfolgreichen Zusammenarbeit mit Alejandro González Iñárritu in "Babel" (2006) gab Bernal 2007 mit "Déficit" sein Regiedebüt. Ein seltener Ausflug in leichtere Gefilde war die US-Liebeskomödie "Briefe an Julia" (2010). Typischer für den Schauspieler ist seine Mitwirkung in Pablo Larraíns "No!". Darin verkörpert Bernal einen Werbefachmann, der 1988 beauftragt wird, eine Kampagne gegen den chilenischen Diktator Pinochet zu entwickeln. Seit 2014 ist Gael García Bernal in der Serie "Mozart in the Jungle" als Dirigent zu sehen. 2016 wurde er dafür mit einem Golden Globe ausgezeichnet.

Startporträt empfehlen