Tom Hardy

Der wandelbare Brite Tom Hardy ("The Drop") hat es im zweiten Anlauf nach Hollywood geschafft.
 

Der doppelte Hardy

Eine Naturgewalt - so beschrieb ein Filmkritiker Tom Hardys Leinwandpräsenz. Dass dieses Lob keine Übertreibung ist, bewies Hardy nicht nur mit seiner oscarnominierten Rolle als Leonard DiCaprios Widersacher in "The Revenant", sondern auch mit der Gauner-Ballade "Legend". In einer darstellerischen Tour de Force spielte er die kriminellen Kray-Zwillinge so grundverschieden, dass man glaubte zwei unterschiedliche Schauspieler vor sich zu haben. 

Sein Kameradebüt gab der 1977 in Hammersmith geborene Brite in Spielbergs preisgekrönter Miniserie "Band of Brothers". Um mit dem Kultregisseur arbeiten zu können, brach Hardy sein Schauspielstudium ab. Mit Rollen in "Black Hawk Down" und "Star Trek: Nemesis" stand ihm das Tor zur Traumfabrik offen. 

Drogen und Alkohol

Doch die Belastung führte ihm die Folgen seines wilden Lebenswandels vor Augen: Hardy kämpfte mit einer Drogen- und Alkoholsucht. "Ich dachte immer, ich würde nur ein bisschen feiern und fand mich high an Orten wieder, die mir Angst machten." Der Entzug konnte zwar seine Karriere, nicht aber seine erste Ehe retten. 2006 schaffte er in "The Virgin Queen" mit Helen Mirren das Comeback. Sein Auftritt als Trickser Eames in "Inception" brachte ihm 2009 den internationalen Durchbruch. 

Seitdem gelingt ihm der Spagat zwischen Anspruch wie "Dame, König, As, Spion" oder "Dunkirk" und Blockbustern wie "Mad Max: Fury Road" oder "The Drop". Auch für TV-Projekte wie "Peaky Blinders" und die von ihm und seinem Vater produzierte Serie "Taboo" nimmt Hardy sich Zeit. Seit 2014 ist er mit seiner Kollegin Charlotte Riley verheiratet, 2015 kam ihr erstes Kind zur Welt. Zur Zeit steht Hardy für die Comic-Verfilmung "Venom" vor der Kamera.

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