Nadja Uhl

Die letzte Langweilerin "Ich komme mir manchmal vor, als wäre ich die letzte Langweilerin. Aber wer Grenzen ausloten will: gern, so lange es keinem weh tut", sagte Nadja Uhl in einem Interview. Damit verhält sich die 1972 in Stralsund geborene Schauspielerin gegensätzlich zu den Figuren, die sie bevorzugt spielt. Es sind die Grenzgängerinnen, denen die Wahlpotsdamerin eindrucksvoll viel Leben einhaucht. Der Wunsch, Schauspielerin zu werden, reifte in Nadja Uhl schon früh heran: Bereits als Schülerin war ihr klar, wo ihr beruflicher Weg hinführen soll. Ihre Ausbildung erhielt Uhl an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy. Zu ihrer Filmpremiere kam sie 1993 in "Der grüne Heinrich". Ihr erstes Bühnen-Engagement erhielt Uhl 1994 am Potsdamer Hans Otto Theater. Dort spielte sie u. a. Polly Peachum in der "Dreigroschenoper". Feines Händchen bei der Rollenwahl 2000 bescherte ihr die Rolle der Tatjana in Volker Schlöndorffs "Die Stille nach dem Schuss" den Durchbruch. Uhl bewies auch danach ein feines Händchen bei der Rollenwahl und lieferte überzeugende Leistungen quer durch die Genres ab. Prägnante Auftritte hatte sie z. B. in "Was tun wenn's brennt", "Kirschblüten - Hanami" oder "Männerherzen". Ihr Talent für komplexe Rollen bewies sie u. a. in "Der Baader Meinhof Komplex" und "Mogadischu". In TV-Produktionen wie "Der Turm", "Operation Zucker" und "Tannbach - Schicksal eines Dorfes" zeigt sie sich ebenfalls regelmäßig. Nadja Uhl wurde mehrfach für ihr Spiel ausgezeichnet. So erhielt sie 2013 einen Bambi in der Kategorie Schauspielerin national. 2014 heimste sie eine Goldene Kamera ein. Die zweifache Mutter ist mit Kay Bockhold liiert. Die Familie lebt in einer Mehr-Generationen-WG.

Startporträt empfehlen