Friedrich Mücke

Ein "Haudrauf" im Kinderklassiker "Ich bin in vielen Sachen sehr, sehr ängstlich", behauptete Friedrich Mücke in einem Interview. Betrachtet man die berufliche Vita des Schauspielers, mag man das nicht so recht glauben. In Mückes Filmografie findet sich die Rolle eines HIV-Infizierten in "Unter der Haut" ebenso wie das Porträt des Architekten Walter Gropius in "Mahler auf der Couch" und des traumatisierten Ermittlers im Historienkrimi "Mordkommission 1 Berlin". Und im Dezember 2016 ist er als Schurke in der Neuverfilmung des Kinder-Klassikers "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" zu sehen. Die Lust am Theater wurde dem 1981 in Berlin geborenen Mücke in die Wiege gelegt: Sein Vater war Bühnenbildner. Als Teenager sei er ein "Haudrauf" gewesen, erzählte Mücke einmal. Das Abi ließ er sausen, weil er in der Schule nicht klar kam. Nach der Ausbildung an der Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin wurde er Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater. In der bayerischen Hauptstadt lebt er heute noch mit Freundin Barbara Romaner und den gemeinsamen Kindern. Kein Glück als "Tatort"-Kommissar Seine andere "Langzeitbeziehung" führt Mücke mit Schauspielkollege Matthias Schweighöfer. An dessen Seite erlebte er mit der Komödie "Friendship" 2010 den Durchbruch. Es folgten "What a Man", "Russendisko" und "Vaterfreuden", allesamt Publikumserfolge. Nicht so gut lief es für Mücke dagegen als "Tatort"-Kommissar Philipp Weitershagen. Das Erfurter Team, dem er angehörte, verschwand nach drei Folgen in der Versenkung. Immerhin verschaffte ihm das Zeit für neue Projekte, etwa der ersten deutschen Mystery-Serie "Weinberg", für die er für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde. Eine Traumrolle hätte Mücke noch: "David Bowie würde mich reizen."

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