Andy Serkis

Andy Serkis ("Planet der Affen: Prevolution") ist bei der Darstellung digitaler Figuren Hollywoods erste Wahl

Der Mann, der Gollum war

Mit dem "Der Herr der Ringe"-Film "Die zwei Türme" feierte Andy Serkis seinen Durchbruch. Sein Gesicht bekam dabei allerdings niemand zu Gesicht: Serkis erweckte die digitale Figur "Gollum" zum Leben. Seither hat sich der Brite als Spezialist für Performance-Capture-Darstellungen in Hollywood etabliert. So verpflichtete "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson ihn für die Titelrolle in "King Kong" (2005).

Den Affen machte Serkis auch in "Planet der Affen: Prevolution". Ob es ihm leid tue, dass er oft hinter einer Animation verschwindet, wurde Serkis gefragt. Nein, war die Antwort: "Inzwischen haben wir die Technik allseits so verfeinert, dass ich als Schauspieler gar nicht mehr trenne." Und auch viele Kritiker waren der Meinung, dass Serkis für seine Leistung als Schimpanse Caesar mindestens eine Oscar-Nominierung verdient hätte. Mittlerweile hat der gebürtige Londoner seine eigene Produktionsfirma, die auf Filme mit digitalen Charakteren spezialisiert ist. 

"Dschungelbuch"-Remake

Bei der für 2018 geplanten Neuverfilmung des "Dschungelbuchs" führt er Regie. Er funktioniert übrigens auch ohne Technik: So war er für den TV-Film "Longford" für einen Golden Globe und für seine Darstellung des Rockmusikers Ian Dury in "Sex & Drugs & Rock & Roll" für den BAFTA nominiert. Seinen privaten Hauptpreis hat er mit der Schauspielerin Lorraine Ashbourne gewonnen. 

Die beiden sind seit 2002 verheiratet und haben drei Kinder. Neben neuen Projekten wie der Comic-Adaption "Black Panther" und einem "Star Wars"- Sequel machte Serkis jüngst Furore, weil er in einer Late-Night-Show Tweets von Donald Trump verlaß - als Gollum. Ab August 2017 ist Serkis in "Planet der Affen: Survival" wieder im Kino.

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