Harvey Keitel

Der 1939 geborene Harvey Keitel zeigt sich stets vielseitig, auf eine Genre lässt er sich nicht festlegen.
 

Unverwechselbarer Mime

Schmale Lippen, knollige Nase und viele Lachfältchen: So kennt man den ausdrucksstarken Harvey Keitel, der am 13. Mai 1939 im New Yorker Stadtteil Brooklyn als Sohn jüdischer Emigranten geboren wurde. Um den ärmlichen Verhältnissen seines Elternhauses zu entkommen, ging er als 18-Jähriger zu den Marines, kehrte aber nach nur zwei Jahren nach New York zurück.

Er begann unter den anerkannten Ausbildern Stella Adler und Lee Strasberg sein Schauspielstudium und erhielt ab Mitte der 1960er-Jahre erste Rollen am Broadway. Zu dieser Zeit fragte Martin Scorsese, damals Regie-Student, bei ihm an, ob er eine Rolle in seiner Abschlussarbeit "Wer klopft an meine Tür?" übernehmen könne. Der Beginn einer überaus fruchtbaren Zusammenarbeit, die beide in den folgenden Jahren dank Werken wie "Taxi Driver" oder "Die letzte Versuchung Christi" zu vielfach ausgezeichneten Meistern ihres Fachs machen sollte.

Stets vielseitig

Dass Keitel trotzdem nie zum Kassenmagneten wurde, liegt wohl an seiner Vorliebe für schwierige Charaktere. Er spielte an der Seite von Holly Hunter und Sam Neill im Drama "Das Piano", war in Quentin Tarantinos Gangsterstreifen "Pulp Fiction" und in Robert Rodriguez' Horror-Roadmovie "From Dusk Till Down" zu sehen.

Er stand für den Abenteuerstreifen "Das Vermächtnis der Tempelritter" und die Fortsetzung "Das Vermächtnis des geheimen Buches" vor der Kamera, spielte im Sci-Fi-Film "Der Kongress" und in Wes Andersons Komödie "Grand Budapest Hotel" mit und überzeugte neben Toni Collette im Drama "Madame". Privat ist der überzeugte Pazifist seit 2001 mit Daphna Kastner verheiratet und Vater zweier Kinder. 

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