Til Schweiger

Geboren 1963 in Freiburg im Breisgau, wuchs Til Schweiger der Sohn zweier Lehrer in Heuchelheim auf und begann 1986 mit einer Schauspielausbildung am Kölner Theater "Der Keller". Seine ersten Engagements beim Film beschränkten sich zunächst auf das Synchronisieren von Erotikfilmen, bevor er 1990 eine feste Rolle in der TV-Serie "Lindenstraße" erhielt.

Im Jahr darauf gelang ihm dank der Ruhrpott-Komödie "Manta, Manta" der Sprung auf die große Leinwand. Mit "Der bewegte Mann", der 6,5 Millionen Zuschauer ins Kino lockte, festigte Schweiger seinen Status als Zuschauermagnet und begann nun, vermehrt eigene Herzensprojekte in Angriff zu nehmen.1994 hockte er dann als hypnotisierter Macho Axel im "Bewegten Mann" nackt auf dem Couchtisch - und ist seitdem aus dem neuen deutschen Film nicht mehr wegzudenken.

Filme wie "Männerpension" oder "Das Superweib" (beide 1996) folgten. Daneben stand der neue Frauenschwarm für Krimiserien wie "Polizeiruf" und "Die Kommissarin" vor der Kamera. Außerdem drehte er 1996 seinen ersten ausländischen Film, die polnische Low-Budget-Produktion "Bastard", die mehrere Preise bekam. 1996 war außerdem das Jahr, in dem Til Schweiger zusammen mit Thomas Zickler und André Hennicke seine eigene Produktionsfirma Mr. Brown Entertainment gründete. Und es war das Jahr, in dem ihm ein schriftstellernder Taxifahrer das Drehbuch zu "Knockin' On Heaven's Door" in die Hand drückte. Schweiger war begeistert von dem Stoff und machte sich an die Umarbeitung des Drehbuchs. Zudem produzierte er den Film und spielte die Hauptrolle des todkranken Martin, der zusammen mit einem anderen todgeweihten Patienten (gespielt von Jan Josef Liefers) aus dem Krankenhaus abhaut und ein rasantes Abenteuer erlebt.

Nach diesem viel beachteten Kinoerfolg versuchte es Til Schweiger, der seit 1995 mit der Amerikanerin Dana Carlsen verheiratet ist, in Hollywood. Doch einige Rollen, in denen er den typisch deutschen Bösewicht spielen sollte, lehnte er ab. Seinen ersten Auftritt hatte er in "The Replacement Killers" (1998), weitere Nebenrollen folgten. 2001 schließlich bekam er seine erste Hollywood-Hauptrolle in "Driven". Til Schweiger ging immer seinen eigenen Weg. Auch wenn er nicht immer Erfolg versprach.Den deutschen Film hat der vierfache Vater, der mit seiner Familie im Frühling 2005 von Hollywood nach Hamburg zog, aber noch nicht vergessen: 1998 drehte, produzierte und spielte er in "Der Eisbär", einem Thriller, der an Werke von Tarantino erinnert.

Außerdem war Schweiger in "Der große Bargarozy" (1999), "Jetzt oder nie" (2000) und "Was tun, wenn's brennt?" (2001) zu sehen. Dazu feierte er als Regisseur, ­Autor und Produzent in Deutschland weiter Erfolge mit"Barfuß": "Das ist mein bester Film." 2005 trennt er sich von seiner amerikanischen Frau Dana  und stürzt sich in die ­Arbeit. Schweiger hat nach seinem Mitwirken in "Inglouri­ous Basterds" von Quentin Tarantino wieder Blut geleckt und hat seinen Mega-Erfolg "Keinohrhasen" nach Hollywood verkauft. Dort soll mit ihm als Regisseur ein Remake entstehen.

Auch die Fortsetzung "Zweiohrküken" und die beiden "Kokowääh"-Filme zogen mindes­tens vier Millionen Besucher ins Kino. Es gibt nicht viele Künstler, die derart polarisieren wie Til Schweiger. Obwohl er seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Filmemachern des Landes zählt und regelmäßig ein Millionenpublikum in die Kinos lockt was für in Deutschland produzierte Filme keine Selbstverständlichkeit ist, ist kaum ein anderen "Star" derart häufig derart viel Kritik ausgesetzt. Ob gerechtfertigt oder nicht, fakt ist: Ohne ihn wäre die deutsche Kinolandschaft um einige Kassenschlager ärmer.  

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