Gundi Ellert

Gundi Ellert wird meistens als resolute, nicht auf den Mund gefallene Frau besetzt. Somit haben ihre Rollen vieles mit der bayerischen Schauspielerin gemeinsam. 

Bayerische Macherin

Einen ihrer ersten Fernsehauftritte hatte Gundi Ellert in Helmut Dietls 80er-Kultserie "Monaco Franze". Damit wurde die damals 32-Jährige schlagartig bekannt und zu einer festen Größe in der bayerischen Film- und Fernsehlandschaft. 

Es folgten Rollen in Serien wie "Löwengrube", "Die schnelle Gerdi" und "Die Hausmeisterin" und Filmen wie Franz Xaver Bogners "Madam Bäurin", Rainer Kaufmanns "Marias letzte Reise" und Marcus H. Rosenmüllers "Sommer in Orange". Seit 2015 spielt sie in der Krimireihe "Schwarzach 23" neben Maximilian Brückner und Friedrich von Thun die Mutter der Polizistenfamilie Germinger. 

Film, Bühne, Mode

Am Theater hatte sich die gebürtige Oberpfälzerin schon ab den späten Siebzigern einen Namen gemacht, unter anderem an den Münchner Kammerspielen, wo sie bis heute auf der Bühne steht. 1994 wurde sie von dem Magazin "Theater heute" zur "Schauspielerin des Jahres" gekürt, zu ihren Regisseuren zählten Größen wie Ingmar Bergmann und Dieter Dorn. Meistens wird Gundi Ellert als resolutes Frauenzimmer besetzt, selten in Haupt-, dafür in starken Nebenrollen wie in dem Drama "Eine unerhörte Frau" oder der Verfilmung des Buches "Tannöd". 

Früh begann Gundi Ellert, selbst Stücke zu schreiben und auf die Bühne zu bringen, meist sozialkritische. "Schreiben hilft mir, mich mit dieser Welt auseinanderzusetzen", sagt sie. Doch das Theater und die Schauspielerei sind nicht das einzige Standbein. Seit 2004 betreibt sie in München ein Modegeschäft, das ihren Namen trägt. Gundi Ellert ist mit dem Theatermann Frank Baumbauer verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. 

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