Jean-Paul Belmondo

Als er nach einem Schlaganfall 2001 halbseitig gelähmt war und kaum mehr sprechen konnte, verlor er trotzdem nicht den Lebensmut. Zwei Jahre später gab er seiner zweiten Ehefrau Natty das Jawort und wurde noch einmal Vater, drei erwachsene Kinder stammen aus erster Ehe mit Elodie Constantin. 2009 wagte sich Belmondo wieder vor die Kamera: In "Ein Mann und sein Hund" spielte er einen kranken Greis – eine gestrandete Existenz. Obwohl seine Filmfigur nur noch kurze Sätze formulieren, ein Bein und ein Arm nicht bewegen kann und auf der Straße lebt, bewahrt er seine Würde. Die Rolle gleicht einer Hommage an den früheren Mega-Star, der als Tausendsassa und Actionheld das Publikum fesselte. In Godards "Außer Atem" schaffte der Sohn eines Bildhauers und einer Tänzerin den Durchbruch. Die Sechziger und Siebziger waren seine erfolgreichsten Berufsjahre, mit dem breiten Grinsen, der Boxernase und den dichten Augenbrauen war er Frankreichs coolster Actionstar. In über 80 Filmen war der Pariser zu sehen, Hollywood reizte ihn nie. Zuletzt geriet der alte Herr, dessen zweite Ehe 2008 geschieden wurde, in die Boulevard-Schlagzeilen wegen seiner um mehr als 40 Jahre jüngeren Geliebten, dem Ex-"Playboy"-Model Barbara Gandolfi. Die belgische Polizei ermittelt gegen sie und ihren Ex-Mann wegen Geldwäsche und Zuhälterei. Und obwohl es heißt, sie sei nur wegen des Geldes mit dem Schauspieler zusammen - Belmondo gibt die Beziehung nicht auf.

Starportrait empfehlen