Denzel Washington

2002 hat er den begehrten Preis erneut für seine Hauptrolle in "Training Day" erhalten. Laut Kollegin Julia Roberts ("Die Akte") war diese Ehrung schon lange fällig. Der Presse gegenüber erklärte sie: "Ich verstehe die Welt nicht, in der ich einen Oscar als beste Hauptdarstellerin erhalte und Denzel nicht den als bester Darsteller".Bei so viel Vertrauenswürdigkeit wäre der Sohn eines Predigers und einer Kosmetikerin sicher auch ein guter Arzt geworden. Nach zwei Jahren des Medizinstudiums entdeckte er allerdings die Liebe zum Theater und wechselte die Fächer. Nach seinem Abschluss in Dramaturgie und Journalistik studierte Denzel Washington zwei Jahre lang Schauspiel am renommierten American Conservatory San Francisco. Nach abgeschlossener Ausbildung ging er zurück nach New York und spielte vorerst am Theater. Für seine Rolle in "A Soldier's Play" wurde der Jungdarsteller mit dem Oscar für Bühnenkünstler, dem Obie Award, ausgezeichnet. Anschließend ging sein ursprüngliches Berufsziel doch noch in Erfüllung - jedenfalls vor der Kamera: In der Krankenhausserie "St. Elsewhere" verkörperte er 1982 den charmanten Doktor Chandler.Nur fünf Jahre später wurde Denzel Washington für seine Darstellung als militanter südafrikanischer Bürgerrechtler in "Schrei nach Freiheit" für den Oscar nominiert. Es vergingen nochmals zwei Jahre, bis er die kleine goldene Statue als bester Nebendarsteller ("Glory") endlich in den Händen halten konnte.1990 kam es zur ersten Zusammenarbeit zwischen dem Schauspieler und dem schwarzen Regisseur Spike Lee ("Mo' Better Blues"). 1992 spielte Washington unter seiner Leitung den amerikanischen, schwarzen Prediger, Bürgerrechtler und Revolutionär "Malcolm X" im gleichnamigen Drama. Obwohl der Film für heißen Diskussionsstoff sorgte, erhielt Washington seine dritte Oscar-Nominierung. Eine weitere gab es für "The Hurricane" im Jahr 2000.Immer wieder bekommt Denzel Washington Rollen angeboten, die sich mit den Rassenkonflikten in den USA auseinandersetzen. Aber auch als Charakterdarsteller konnte er sich durchsetzen. In "Philadelphia" spielte er 1993 einen seriösen Anwalt, in "Virtuosity" (1995) einen knallharten Actionhelden und in "Rendezvous mit einem Engel" (1996) einen sanften Himmelsbotschafter. Bei so viel Berufserfahrung ließ sein Regiedebüt nicht auf sich warten. 2001 verfilmte das Allround-Talent "The Antwone Fisher Story", eine wahre Geschichte. Der echte Fischer verfasste das Drehbuch, Washington setzte sich der Doppelbelastung aus und spielte eine Hauptrolle. Ausgleich schafft sich der gutaussehende Schauspieler, der 1995 vom "Empire Magazine" zu einem der "100 Sexiest Stars in Film History" gewählt wurde, im Privatleben. Seit 1982 ist er mit Schauspielerin und Sängerin Pauletta Pearson verheiratet. Für die vier gemeinsamen Kinder ist es eine besondere Freude, wenn der Papa seine Stimme Kinder-CDs und animierten Kinder-Filmen leiht. 1996 wurde Denzel Washington sogar für seine Sprechrolle auf der CD "Die Legende von John Henry" für einen Grammy vorgeschlagen.

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