Christoph Maria Herbst

Christoph Maria Herbst fing bieder als Bankkaufmann an. In seiner preisgekrönten Paraderolle als Büroekel "Stromberg" spielt er einen Anzugträger der anderen Art.

Nörgler von Berufs wegen

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Zuschauer. In "Merz gegen Merz" liefert sich Christoph Maria Herbst mit Annette Frier einen witzigen Geschlechterkrieg. Die beiden sind im ZDF als Paar zu sehen, dessen Ehe zerrüttet ist, das beruflich aber weiter zusammenarbeiten muss. 

"In der Serie ist eigentlich sie der Stromberg", sagt Herbst anerkennend über seine TV-Partnerin und spielt damit auf seine Paraderolle an. Als Büro-Ekel "Stromberg" machte er die Kollegen rund. Dass das Nörgeln des Herbstes Lust ist, zeigte er auch in "300 Worte Deutsch" in der Rolle des pedantischen Ausländeramts-Mitarbeiter Sarheimer. 

Erfolg als sympathischer Unsympath

Vor seiner Schauspielkarriere fing Herbst ganz bürgerlich als Bankkaufmann in seiner Heimatstadt Wuppertal an, spielte nebenbei Theater. Durch seine Auftritte in Anke Engelkes "Ladykracher" fiel er erstmals einem größeren TVPublikum auf, 2004 brachte ihm die Rolle des sympathischen Unsympathen Bernd Stromberg den Durchbruch. Mit der Serie spielte er sich in neun Jahren und fünf Staffeln an die Spitze der anspruchsvollen Comedyszene und erhielt dafür viele Auzeichnungen, darunter den Grimme-Preis. "Es gab Szenen, wo ich mich bei Kollegen vorher entschuldigt habe, dass ich das gleich tun werde", so Herbst über sein berühmtes Alter Ego, das er 2014 auch in "Stromberg – Der Film" verkörperte. 

Seither blieb der Schauspieler weitgehend der Komödie treu, spielte u. a. in "Highway to Hellas" und "Männerhort". Einen Abstecher ins ernste Fach wagte Herbst im TV-Thriller "Kalt ist die Angst". Im vergangenen Jahr verkörperte er Herr Ärmel in "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". 

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