Clemens Schick

Clemens Schick ist auch international ein gefragter Schauspieler – dabei hat er es sich nie leicht gemacht.

Blickfang 

Kantiges Gesicht, die blauen Augen können magisch wirken – aber auch manisch: Schauspieler Clemens Schick ist ein Typ, der auch bei einem kurzen Auftritt bleibenden Eindruck hinterlässt. Das hat sich längst bis nach Hollywood herumgesprochen. 2006 verpflichtete man den gebürtigen Tübinger für eine kleine feine Rolle in "James Bond – Casino Royale" - als Handlanger des Bösewichts Le Chiffre. Ein kleiner Auftritt nur. Aber einer, der ihm international große Aufmerksamkeit beschert. Und den Durchbruch. 

Dabei hätte Clemens Schick eigentlich Anwalt oder Richter werden sollen. Zumindest wenn es nach seiner Familie gegangen wäre. Großeltern, Vater, Geschwister - alles Juristen. Kein Wunder, dass der Vater wenig begeistert war, als Clemens mit 21 ein Studium an der Berliner Schule für Schauspiel begann. Der zweifelte zwischendurch selbst an seiner Berufung, nahm sich eine fünfmonatige Auszeit in der ökumenischen Bruderschaft von Taizé. Um dann doch weiterzumachen. Sein bescheidenes Ziel: als Schauspieler zu überleben. 

Ausnahmetalent

Anfangs brauchte es dazu noch zusätzliche Jobs als Kellner oder Türsteher. Doch am Theater erkannte man schnell sein beeindruckendes Talent schnell. Zehn Jahre glänzt Clemens Schick an renommierten Schauspielhäusern u.a. als "Don Carlos" und "Richard III". Die Presse schwärmte über den Schauspieler, er sei "das größte Versprechen, das der deutsche Film derzeit zu bieten hat." 

Inzwischen hat er seine eigene TV-Reihe, ermittelt im "Barcelona-Krimi". Das Zweifeln und Hadern ist ihm immernoch zu eigen. Aber weniger am eigenen Leben als an den bestehenden Verhältnissen. Der Wahlberliner engagiert sich politisch, u.a. bei Human Rights Watch. 

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