Tim Bergmann

Dunkle Haare, kantiges Gesicht, die weichen grünen Augen blicken öfter ernst als fröhlich in die Kamera: Falls nicht jeder TV-Zuschauer auf Anhieb seinen Namen parat haben sollte, Tim Bergmanns Gesicht kennt wohl die ganze Fernsehnation. Kaum ein deutscher Schauspieler erscheint so regelmäßig im Fernsehen wie er. Schließlich hat er bisher nicht nur den romantischen Liebhaber gespielt, sondern auch Psychopathen, Mörder oder einen schwulen Automechaniker. Eine Tatsache, die Bergmann beruhigt: "Gott sei Dank biete ich bis jetzt noch keine Fläche für eine feste Rollenzuordnung. Dazu sind meine Filme erfreulicherweise zu unterschiedlich." Dass der Akteur mit der schwarzen Haarpracht es soweit gebracht hat, verdankt er natürlich seinem Talent. Sein Handwerk erlernte der 1972 in Düsseldorf Geborene an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Schon während seiner Ausbildung trat er an den Münchner Kammerspielen auf, und auch danach übernahm er immer wieder Theaterrollen. Größere Bekanntheit erlangte er jedoch als Darsteller in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen, wie etwa in der internationalen Produktion des Dreiteilers "Camino de Santiago" (1999), wo er zusammen mit Weltstars wie Anthony Quinn und Anne Archer zu sehen war. In Rolf Silbers Beziehungskomödie "Echte Kerle" (1996) war Tim Bergmann als besagter Automechaniker so überzeugend, dass er für den Bundesfilmpreis als bester Nebendarsteller nominiert wurde. Eine Rolle, die den Schauspieler gereizt haben dürfte: "Ich will mich selbst überraschen können und Momente an mir entdecken, die ich gar nicht von mir kenne."Auch in einer Donna-Leon-Verfilmung ist Tim Bergmann, der seit 1998 mit einer Tänzerin verheiratet ist, mit von der Partie. In "Das Gesetz der ­Lagune" spielt er den geheimnisvollen Fischer Carlo.  

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